Titel "Landesmeister" im Visier

Kommandant Andreas Brandstätter und Florian Pfistermeister (von links) unterstützen Jugendwart Klaus Pflug (Zweiter von rechts) bei der Jugendarbeit der Feuerwehr Teunz. Diese zehn Jugendlichen treten am Samstag beim Landesentscheid Bayern im Bundeswettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehr an. Bilder: Portner (1), hfz (1)
Lokales
Teunz
03.06.2015
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Disziplin und Fitness passen. Jetzt hofft die Jugendgruppe der Feuerwehr Teunz noch auf etwas Glück, wenn sie am Samstag beim Landesentscheid antritt. "Es geht um Sekunden", sagt Kommandant Andreas Brandstätter. 30 Teams aus ganz Bayern sind am Start - nur zwei qualifizieren sich für den Bundesentscheid.

(ptr) Das hat seit etwa 20 Jahren keine Feuerwehr im Landkreis Schwandorf geschafft: Am 6. Juni fällt die Entscheidung unter Bayerns besten Jugendfeuerwehrgruppen - und mittendrin ein Team aus Teunz! Die Gruppe hatte sich Ende Mai für den Landesentscheid im Bundeswettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehr qualifiziert. Nur vier weitere Teams aus der Oberpfalz sind dabei, wenn sich am Samstag in Cham entscheidet, wer der Bayerische Meister 2015 wird und wer beim Bundesentscheid in Montabaur antreten darf.

Intensives Training

"Wir haben es drauf", sagt Jugendwart Klaus Pflug. Er lässt den Blick nicht von den zehn Jungs, die am alten Sportplatz in Teunz über einen angedeuteten Wassergraben springen und das in schweren Stiefeln, mit Helm, blauer Jacke und den ganzen Gerätschaften. Um für den Landesentscheid fit zu sein, wurden in den Pfingstferien noch ein paar Trainingseinheiten draufgepackt.

Im Wettbewerb gilt es mehrere Stationen zu bewältigen. Im A-Teil ist ein Löschangriff "Wasserentnahmestelle Unterflurhydrant" durch die Mannschaft vorzunehmen. Damit dies ohne Fehler und möglichst schnell klappt, wird der Ablauf immer wieder geübt. Mit drei Strahlrohren bezwingt der Feuerwehrnachwuchs verschiedene Hindernisse, klettert über eine Leiterwand, springt über Hürden und rollt Schläuche über den Rasen. Die Wasserversorgung ist im Rekordtempo aufgebaut. Während vier Jungs flink einen Knoten binden, kuppeln andere die Spritze an den Schlauch. "Übung beendet", ruft Gruppenführer Michael Zimmet und alle blicken auf die Uhr.

"Es geht um Sekunden", sagt Kommandant Andreas Brandstätter. Zusammen mit Jugendwart Klaus Pflug und dessen Stellvertreter Florian Pfistermeister beobachtet er das Training. Brandstätter weiß auch, warum die Teunzer so erfolgreich sind: "Unsere Feuerwehr steckt im Jahr mehrere 1000 Euro in die Jugendarbeit und hält den Nachwuchs mit Aktionen wie Pizzaessen und Zeltlager bei der Stange." Allein der Landesentscheid schlägt mit 900 Euro Teilnahmegebühr für das dreitägige Programm zu Buche. "Da gehen die Einnahmen am Johannisfeuer drauf!" Allerdings puscht der Wettbewerb auch die Nachwuchsarbeit: schon vier Neuaufnahmen sind zu verzeichnen.

Das Lauftraining absolvieren die Teunzer in der Grenzlandkaserne, denn im B-Teil des Leistungswettbewerbes ist ein 400-Meter-Hindernislauf, der in neun Abschnitte unterteilt ist, zu meistern. Dabei kommt es, neben der sportlichen Fitness, auch auf die richtige Ausführung der Übungen an. Dazu gehören: Aufrollen eines Schlauches, Laufbrett für das Gleichgewichtsgefühl oder Leinenbeutel-Zielwurf.

Fit für Staffellauf

Wertungsrichter beobachten bei der Prüfung die Abläufe. Nicht nur Fehler führen zum Punktabzug, wie sich beim Bezirksentscheid zeigte. "Schon ein T-Shirt, das nach dem Sprinten aus der Hose lupft, bringt Minuspunkte", sagt Brandstätter. Disziplin, Kameradschaft und sportliche Fitness - das sind auch Punkte, welche die Eltern schätzen. Der Nachwuchs wird in Teunz ernst genommen. Mit 17 Jahren gibt es den Funkwecker und nach dem ersten Modulteil der Truppmann-Ausbildung sind sie bei Einsätzen dabei. "Es ist eine spielerische und wettbewerbsmäßige Vorbereitung auf die Aufgaben im aktiven Dienst, die neben Fachwissen und Geschick auch körperliche Leistungsfähigkeit fordert", fasst der Kommandant zusammen.

Michael Zimmet, Andreas Neuber, Daniel Uschold, Julian Kirschenbauer, Stefan Legl, Mathias Dürr, Fabian Meier, Johannes Bauer, Lukas Uber und Ferdinand Strebl fiebern dem großen Wettbewerbstag entgegen. Fans sind am Sportstadion in Cham, Further Straße 13, willkommen. Auch wenn die Teunzer nicht als Favoriten starten - es ist alles drin. Die Wettbewerbe beginnen am Samstag um 8.30 Uhr; Siegerehrung ist um 13.30 Uhr. Doch das ist nicht alles. Beim 11. Landes-Jugendfeuerwehrtag (4. bis 6. Juni), mit Zeltlager und Freizeitprogramm, warten auf die Gruppen aus Bayern, Deutschland und den Nachbarstaaten auch drei Tage voller Spannung und Teamgeist.
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