Verkehrswacht informiert Senioren über richtiges Verhalten im Straßenverkehr
Sehen und gesehen werden

Lokales
Teunz
04.12.2014
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Beim Seniorennachmittag, der jeden Donnerstag bei Kaffee und Kuchen im Pfarrheim in Teunz stattfindet, referierte kürzlich Thomas Dietz von der Gebietsverkehrswacht Oberviechtach. Das Thema lautete: "Senioren im Straßenverkehr - sicher unterwegs".

Rosi Krafczyk begrüßte den Referenten, der zunächst die richtige Einschätzung der Verkehrssituation erläuterte. Die Erkennbarkeit im Herbst und Winter lautet: "Sehen und gesehen werden". Dazu sei es notwendig, helle Kleidung zu tragen und sich mit den verschiedensten Hilfsmitteln auszustatten. Gut seien Leuchtreflektoren am Schirm oder den Ärmeln, sowie ein Blinklicht oder eine Taschenlampe. Anschließend ging Dietz auf das richtige Verhalten der Fußgänger ein. Diese sollten Dunkelfelder meiden, die Straße möglichst bei Beleuchtung überqueren sowie links, rechts und nochmal links schauen. "Auch Fußgänger müssen vorausdenken", bekräftigte der Fahrlehrer.

Da sich die Reaktionszeit im Alter verlangsamt, sollten sich auch ältere Verkehrsteilnehmer mit der neuen Technik der Autos auseinandersetzen. Ein Fehlverhalten sei oft bedingt durch die längere Reaktionszeit und eventuell verbunden mit fehlender Übung. "So entstehen mehr Vorfahrtfehler, Fehler beim Abbiegen und bei Ein- und Anfahrten, beim Überholen und beim Verhalten mit Fußgängern", verwies Thomas Dietz. In einigen europäischen Ländern gibt es bereits eine Pflichtprüfung für Senioren, allerdings nicht in Deutschland. Bei Auffälligkeiten im Straßenverkehr (Unfall) kann es aber sein, dass ein "Fahreignungsgutachten" gefordert wird. Bei Nichtbestehen droht der Verlust der Fahrerlaubnis und dadurch der Verlust der Mobilität. Deswegen sei es wichtig, sich selbst einzuschätzen und seine geistigen und körperlichen Fähigkeiten zu kompensieren. Tipps für die Senioren: Zeit lassen, Übersicht behalten, regelmäßiger Arztbesuch.

Den älteren Bürgern wurde mit dem Vortrag ein kurzweiliger und informativer Nachmittag beschert. Rosi Krafczyk bedankte sich bei Thomas Dietz für die vielen guten Ratschläge. Wie gewohnt, wurde natürlich auch Kaffee und Kuchen serviert.
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