Züchter Andreas Brandstätter hat 250 Tauben im Schlag
Von Hochzeitstaube zum besten "Flieger"

Lokales
Teunz
25.02.2015
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"Auf unserem Bauernhof wurden schon immer Tauben gehalten" erklärt Andreas Brandstätter, "allerdings Rassen, die mehr für den Verzehr, als für den Brieftaubensport geeignet waren." Schon als Bub hatte er Freude an den Tieren und lernte den Umgang mit ihnen, was sicherlich den Grundstein für den heute erfolgreichen Brieftaubensport legte. Die Scheune des nicht mehr landwirtschaftlich genutzten Anwesens eignet sich natürlich besonders gut für einen ordentlichen Taubenschlag.

Nachdem das Auflassen weißer Tauben bei Hochzeiten immer beliebter wurde, nutzte er auch die Chance dieses Trends. Seine Züchtung ging deshalb zunächst in Richtung weißer Brieftauben für den Einsatz bei Hochzeiten. Nachdem aber diese unter gleichen Bedingungen wie die Reisetauben gehalten, beringt und trainiert werden mussten, schloss er sich vor acht Jahren den Niedermuracher Brieftaubenvereinen an. Dort schenkten ihm verschiedene Züchter einige blaue Reisetauben. Damit hatte Brandstätter einen Grundstock, den er mit überlegten Zukäufen und eigenen Züchtungen weiter ausbaute. Mit den sich einstellenden Erfolgen stieg natürlich auch die Faszination für den sportlichen Wettflug.

"Eigentlich habe ich viel zu wenig Zeit für meine Brieftauben" betont der Bäckermeister, Geschäftsinhaber und Feuerwehrkommandant. Dennoch konnte er 2014 seine erste Einsatzstellenmeisterschaft erringen. Rund 250 Brieftauben, davon 60 weiße Hochzeitstauben, tummeln sich in seiner geräumigen Schlaganlage. Wie vertraut ein Züchter mit seinen Tieren ist, erfährt man als Außenstehender erst, wenn man sieht, wie zielsicher er aus einer Menge gurrender, sich ständig bewegender und gleich aussehender Tauben seinen besten Flieger herausholt. Ein faszinierendes Hobby für Tierfreunde.
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