Zwei Projekte in der Schublade

Lokales
Teunz
26.09.2014
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Die Sanierung von Jakobikirche und Pfarrstadel sind zwei Maßnahmen, welche die Gemeinde Teunz im EFRE-Förderprogramm ins Rennen schicken möchte. Der Gemeinderat sprach sich auch für den Beitritt zum Zweckverband thermische Klärschlammverwertung Schwandorf aus.

Bürgermeister Norbert Eckl leitete in der öffentlichen Sitzung gleich zum Punkt "Interkommunale Klärschlammverwertung" über, nachdem keine Bauanträge vorlagen. Er begründete den möglichen Beitritt zum noch zu gründenden Zweckverband Schwandorf mit der unsicheren Zukunft in der landwirtschaftlichen Entsorgung und meinte: "Auch unser Klärwärter Siegmund Bayerl sieht für die Zukunft keine andere Möglichkeit der Entsorgung mehr."

Klärschlamm geht alle an

Zu den Kosten nahm VG-Leiter Anton Brand Stellung. Diese seien fast deckungsgleich mit den gegenwärtigen Beiträgen, stellte er klar, allerdings können überschaubare einmalige Kosten anfallen. Bürgermeister Eckl betonte, dass sich viele Kommunen daran beteiligen sollten, da das Problem "Klärschlamm" in jeder Gemeinde anfalle. Erst durch eine Mindestauslastung könne die Wirtschaftlichkeit der Anlage garantiert werden. Die Räte sahen ebenfalls diese Vorteile und stimmten geschlossen einem Beitritt zum neu entstehenden Zweckverband im Landkreis Schwandorf zu.

Zur Aufnahme in das EFRE-Förderprogramm begrüßte der Bürgermeister den Regionalmanager Manuel Lischka von der LAG-Brückenland Bayern-Böhmen. Dieser erläuterte die nötigen Voraussetzungen, um EU-Gelder aus dem Fördertopf zu erhalten. Dies sind unter anderem eine interkommunale Kooperation und mindestens 20 000 Einwohner, was knapp erreicht wird, wenn sich alle Gemeinden beteiligen.

In drei Bewerbungsphasen muss das Entwicklungskonzept bis 15. Dezember 2014 eingereicht sein. Als mögliche Handlungsfelder listete Lischka unter anderem Energieeinsparung im öffentlichen Raum, Kultur- und Naturerbe, Revitalisierung von Brachflächen und Leerständen sowie Grün- und Erholungsanlagen auf. Der mögliche Fördersatz von 70 Prozent sei lukrativ. In Teunz könnten damit Projekte wie der Pfarrstadel oder die Jakobikirche gefördert werden. Auch Bürgermeister Eckl sprach sich für die Vorteile einer Beteiligung aus. Das Gremium entschied sich einstimmig für die Beauftragung des Planungsbüros u.m.s. zur Erstellung eines Entwicklungskonzepts. Schnell abgehandelt war der Antrag des Elternbeirats des Kindergartens Heilige Familie auf Zuschuss für die musikalische Früherziehung. Wie im vergangenen Kindergartenjahr, als 15 Kindern insgesamt ein Zuschuss von 229,50 Euro gewährt wurde, fördert die Gemeinde die vorschulische musikalische Ausbildung wieder mit 10 Prozent der monatlichen Gebühr, das sind 1,70 Euro pro Kind.

Nichts für Waldwege

Der Bürgermeister gab noch einige nichtöffentlich gefasste Beschlüsse bekannt: Der Auftrag für die Beschaffung eines Tragkraftspritzenanhängers für die Feuerwehr Wildstein wurde an die Firma Meinicke Fahrzeugservice Eisleben vergeben. Die Entsorgung des Klärschlamms aus den Kläranlagen Kühried und Teunz übernimmt die Firma Kraus Entsorgungstechnik, Vohenstrauß. Den Auftrag für Asphaltierungsarbeiten im Gemeindegebiet erhielt die Firma Georg Huber, Rötz.

Der Bürgermeister wurde ermächtigt, Aufträge zur Verlegung von Leerrohren für die Breitbanderschließung im Zuge der Tiefbauarbeiten im Bereich von Wildstein zu erteilen. Die Anfrage nach der Verwendung des Fräsmaterials der Bundesstraße 22 für Waldwege musste er negativ beantworten. Denn dafür müsste man die Wege zwanzig Zentimeter tief auskoffern.
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