Gemeinderat Teunz diskutiert Stellungnahme und Anträge
Windkraft bis Waaghäuschen

Granit-Kleinsteinpflaster (rechts) ist etwas für die Ewigkeit - aber nicht für Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Gehstock geeignet. Der Gemeinderat prüft deshalb die Möglichkeiten für einen glatten Belag auf den Wegen, ähnlich dem Pflaster vor dem Leichenhaus (links). Bilder: Portner (2)
Politik
Teunz
26.11.2016
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Das alte Waaghäuschen in Gutenfürst ist wahrlich kein Schmuckstück mehr.

Die Sitzung des Gemeinderates Teunz umfasste zehn Tagesordnungspunkte. Diskussionsstoff boten die Themen Windkraft, Friedhofspflaster und Abbruch des Waaghäuschens in Gutenfürst.

Bürgermeister Norbert Eckl freute sich am Donnerstagabend über ein vollzählig anwesendes Gremium. VG-Leiter Anton Brand stellte die 22. Änderung des Regionalplans Oberpfalz-Nord mit Neuaufstellung Teilabschnitt "Windenergie" vor, wozu eine Stellungnahme angefordert wurde. Die Gemeinde Teunz ist von den Vorrang- und Vorbehaltsgebieten Windenergie SAD 04 (Schömersdorf, Gemeinde Teunz), SAD 05 (Rottendorf/Pischdorf) und SAD 07 (Oberviechtach) unmittelbar betroffen. "Aus meiner Sicht sind die Gebiete abzulehnen, da unter anderem die Einhaltung der 10-H-Regel nicht gegeben ist", sagte Bürgermeister Norbert Eckl.

Zwei Gegenstimmen


Das sah auch die überwiegende Mehrheit des Gemeinderates so: Die Stellungnahme in fünf Punkten - darunter der Antrag zur Nichtaufnahme der drei Gebiete - wurde mit zwei Gegenstimmen (Tobias Krafczyk und Reinhard Gürtler) beschlossen. Auf der Tagesordnung standen drei Anregungen aus der Bürgerversammlung, darunter die Überprüfung der Barrierefreiheit im Bereich des Friedhofs. Wie der Bürgermeister ausführte, waren die Wege früher asphaltiert. Um Setzungen bei den Grabstellen leichter beheben zu können, wurde Granit-Kleinsteinpflaster eingebaut. Dieses sei jedoch für Leute mit Gehbehinderung nicht optimal und auch mit Rollator oder Rollstuhl nicht leicht zu befahren. "Wenn wir Abhilfe schaffen wollen, dann geht das nur mit einem Austausch des Pflasters", stellte Eckl klar. Dies könnte allerdings auf die Gebühren durchschlagen. Nach kurzer Diskussion wurde sich darauf verständigt, dass der Bauausschuss zunächst das neue Pflaster im Friedhof Oberviechtach besichtigt. Eine weitere Anregung betraf das Herstellen einer befestigten Oberfläche im Bereich der Parkplätze am Friedhof. Diese Maßnahme sei schon länger geplant und wird in den Haushalt 2017 eingestellt.

Rechnung fürs Grüngut


In der Bürgerversammlung wurde um Überprüfung der Regelung zur Grüngutannahmestelle gebeten, da monatliche Rechnungen mit einem Betrag von 2,50 Euro nicht wirtschaftlich seien. "Kleinbeträge jährlich einheben, Wertmarken ausgeben oder eine kostenlose Anlieferung ermöglichen", lautete der Vorschlag. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, auf eine jährliche Abrechnung umzustellen.

Aus der Ortschaft Gutenfürst (Kirwaleit, Kapellenbauverein und Dorfgemeinschaft) lag ein Antrag auf Beseitigung des nicht mehr genutzten und baufälligen Waaghäuschens auf Gemeindegrund vor. Norbert Eckl verlas den Antrag, den stellvertretend die "Gonfeiaschta Kirwaleid" gestellt hatten. Diese wollen den "Schandfleck" in Nähe der renovierten Dorfkapelle wegreißen und durch Eigenleistung ein neues Gebäude (Buswartehäuschen mit Anbau) errichten. Die Gemeinde hätte dabei lediglich die Materialkosten zu tragen. Vorsitzender Markus Portner erhielt das Wort erteilt und stellte den Räten das Vorhaben näher vor. Der Antrag wurde einstimmig unterstützt und Gemeinderat Alois Wilhelm beauftragt, eine Kostenschätzung zu erstellen. Dann wird das Vorhaben nochmals in der Sitzung behandelt und der Beschluss für den Materialzuschuss gefällt. Ein weiterer Bericht zum Sitzungsverlauf folgt.
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