Eine Kirwa zum Wohlfühlen

Bevor der Baum in die Höhe gewuchtet wurde, stellten sich die Gonfeiaschta Kirwaleid zum Gruppenfoto auf. Bilder: Portner (3)
Vermischtes
Teunz
13.09.2016
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Die Vorsitzenden Markus Portner (links) und Matthias Meier (Mitte) stoßen mit Dritten Bürgermeister Alfons Hammer, sowie Kassier Tobias Neuber und Beisitzer Sebastian Schneider (rechts) auf ein gutes Gelingen der 9. Gonfeiaschta Kirwa an. Hammer hatte zuvor das Holzfass angezapft.

"Wer hot Kirwa? Mir hom Kirwa!", hallte es immer wieder über den Dorfplatz. Doch bevor der geschmückte Baum in die Höhe gewuchtet wurde und die Party im Stodl startete, fand vor der Kapelle ein Gottesdienst statt. Auch die 9. Gonfeiaschta Kirwa hat ihren Reiz nicht verloren.

-Gutenfürst. Bei einem Bilderbuchwetter zelebrierte Pfarrer Herbert Rösl am Samstagnachmittag den Patroziniumsgottesdienst vor der Dorfkapelle in Gutenfürst. Die "Gonfeiaschta Kirwaleid" marschierten in Lederhose und Dirndl in starker Abordnung auf und rahmten den Platz ein, während auf den schattigen Sitzplätzen unter den großen Schirmen die Dorfbevölkerung und die Gäste Platz nahmen. "Ich verkürze gerne meinen Urlaub, um als Pfarrer der Heimatgemeinde den Gottesdienst hier auf diesem schönen Fleckchen Erde zu feiern", sagte Pfarrer Herbert Rösl. Braungebrannt hatte er wieder eine Etappe auf dem Jakobsweg in Frankreich hinter sich und von den neuen Eindrücken viel zu erzählen.

Schutz und Hilfe


"Am Ende einer Tagesetappe braucht man einen Schutz über den Kopf, eine Unterkunft und Verpflegung. Es ist jeden Tag überraschend, wo man Ruhe findet und Kraft tanken kann", berichtete Rösl. Pilger wüssten, was es bedeutet, Schutz und Hilfe zu haben. Hier schlug er den Bogen zum Patrozinium Mariä Namen. "Maria ist Schutz und Hilfe. Ihr Name bürgt für Qualität", sagte der Priester, der sich wünschte, dass gerade die jungen Leute immer wieder die geistige Nähe zu Maria suchen.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der vereinseigenen Kirwablosn. Die beiden Vorsitzenden Markus Portner und Matthias Meier bedankten sich bei Pfarrer Herbert Rösl für den schönen Gottesdienst und überreichten als Dankeschön eine Kirwa-DVD. Der Pfarrer segnete anschließend noch den mit Kränzen, Bändern und Schnitzereien reich verzierten Kirwabaum, der auf der Wiese oberhalb der Kapelle auf das Aufstellen wartete. Bis zur Spitze war die von Alois Eckl gespendete Fichte heuer über 30 Meter lang und hatte gerade noch auf der Festwiese Platz. Damit die körperliche Arbeit leichter fiel, zapfte Dritter Bürgermeister Alfons Hammer gekonnt mit drei Schlägen das hölzerne Bierfass an und versorgte die jungen Männer mit einer kühlen Mass.

Im Hof von Martin Schneeberger waren Bänke aufgestellt, die einen guten Blick auf das Geschehen ermöglichten. Der Kapellenverein bewirtete mit Kaffee, Kücheln und leckeren Kuchen und die Kirwablosn unterhielt mit wohlklingender Blasmusik. Als dann der Baum in der Senkrechten stand und der in die Rinde geschnitzte Schriftzug "Gutenfürst" von der Straße aus zu sehen war, erklang die Bayern-Hymne. Auf den Einmarsch in den Stodl wurde heuer verzichtet und lieber der herrliche Spätsommerabend noch etwas im Freien genossen. Das Quetschn-Duo Andreas Hofmeister übernahm den musikalischen Part und erst nach Sonnenuntergang wurden die Biertische gewechselt.

Party mit "Route 1234"


Im Stodl übernahm dann bald die Band "Route 1234", die mit ihrem Repertoire auf die Gäste einging und wieder eine rundum gelungene Partynacht zauberte. Bei ihrer Ansprache dankten die beiden Vorsitzenden den zahlreichen Helfern der Kirwawoche, den vielen Unterstützern und Sachspendern und den drei "Gourmet-Grillern", die ebenfalls eine heiße Nacht hatten. Auch befreundete Vereine fühlten sich bei der Gonfeiaschta Kirwa wieder wohl und vom Bayern-3-Dorffest in Moosbach kamen später noch drei Busse vorbei.
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