Erziehungstipps von Bildungsreferent Bernhard Suttner
Wurzeln und Flügel

Bildungsreferent Bernhard Suttner gab den Eltern im Kindergarten wertvolle Erziehungstipps. Bild: weu
Vermischtes
Teunz
25.05.2016
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Klare Ziele und Grenzen helfen bei der Erziehung. Bildungsreferent Bernhard Suttner sprach auch die "familiären Erdbeben" an und die Balance zwischen Festhalten und Freiheit.

"Kinder brauchen Halt und Wurzeln" war der Titel eines Vortrags, zu dem Bildungsreferent Bernhard Suttner im Kindergarten Heilige Familie sprach. Als ausgebildeter Pädagoge und fünffacher Großvater wolle er den Eltern das Rüstzeug mitgeben für die Erziehung ihrer Kinder, sagte er bei der Vorstellung seiner Person.

"Kinder brauchen Wurzeln, aber sie brauchen auch Flügel", gab Suttner zu bedenken. Damit sprach er das Ziel der Erziehung an, die Eigenständigkeit der Person zu fördern. Um diese zu erreichen, müsse die Balance zwischen Festhalten und Freiheit ständig ausgelotet werden. Anhand einer Pflanze, deren Wurzeln in den Boden wachsen, verdeutlichte der Referent die Bedeutung des Bodens, der den Kindern Halt gibt. Eltern, Erzieher, Lehrer, Seelsorger, aber auch Nachbarn und Trainer in den Vereinen stellen für Kinder diesen Boden, in dem sie Wurzeln schlagen und "Nährstoffe" aufnehmen können. Schlimm sei es, wenn diese Umgebung eines Kindes "ausgelaugt", "vergiftet" oder nur lückenhaft vorhanden ist. Dabei gehe es nicht darum, dass gute Eltern nicht fehlerlos sein dürfen.

Sie sollten allerdings die Familie immer wieder in die nötige Stabilität bringen, denn: "Kinder spüren wie ein feines Messgerät jedes familiäre Erdbeben, sei es eine materielle oder partnerschaftliche Krise." Klare Ziele, Fördern und Fordern, Regeln und Grenzen, Lob und Anerkennung, aber auch Ärger und Tadel müssen wahrgenommen werden, forderte der Fachmann. Nur so würden Kinder eine gewisse Verhaltenssicherheit erwerben. Dazu gehören auch jahreszeitliche Bräuche, Feste, religiöse Welterklärung, Vermittlung biblischer Geschichten und Erzählungen aus dem Leben der Eltern und Großeltern.

"Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es lieben, so wie es ist und vermitteln Sie ihm Freude am Leben!", fasste der Referent zusammen. Kindergartenleiterin Hildegard Kühner dankte ihm für diese wertvollen Tipps.
Kinder spüren wie ein feines Messgerät jedes familiäre Erdbeben, sei es eine materielle oder partnerschaftliche Krise.Bildungsreferent Bernhard Suttner
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