Gesundheitstag des Forstamtes Flossenbürg
Bei Waldarbeit lauern Gefahren

Beim Bau einer Kanzel wird mit einer Hebebühne auf Sicherheit gesetzt, denn jeder Unfall im Forstbereich ist einer zu viel. Bilder: frd (3)
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Teunz
07.07.2016
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Unfälle im forstlichen Bereich bringen oft großes Leid über die Familien der Betroffenen. Deshalb wird im Forstamt Flossenbürg die Gesundheits- und Unfallvorsorge groß geschrieben. Beim "Gesundheitstag im Wald" hieß es Hebebühne statt Leiter und auch eine neue Baumfälltechnik gibt es.

/Flossenbürg. Alle Revierleiter, Forstwirtschaftsmeister und Forstwirte haben eine Einladung zu den "Flossenbürger Gesundheitstagen" erhalten, in denen die Theorie und Praxis bei der Präventivarbeit in der Gesundheits- und Unfallvorsorge geschult wird.

Stationsausbildung


"Ziel und Anliegen von uns allen muss es sein, dass wir gesund und unversehrt wieder von unseren forstlichen Arbeiten heimkommen", sagte Forstbetriebsleiter Stefan Bösl, dies erfordere eine ständige Konzentration und Aufmerksamkeit. In der Vorwoche fand eine Art "Stationsausbildung" im Tännesberger Forst bei Wildstein (Gemeinde Teunz) statt. Hier standen die Einweisung an der Hebebühnne, der Rückweiche und der Spillwinde, aber auch der Umgang mit Farbsprühmitteln, die körperliche Gesunderhaltung und eine neue Baumfälltechnik auf dem Programm. Alle Punkte sollten der Gesundheitsvorsorge dienen.

Die unsicheren Leitern sollen aus dem Wald verschwinden und stattdessen beim Bau einer Kanzel mit sicheren Hebebühnen und anderen technischen Mittel gearbeitet werden. Auch die körperliche Fitness spielt bei Wald- und Forstarbeiten eine wichtige Rolle, was den Anwesenden unter dem Thema "Ergonomie AOK", von Fachleuten vermittelt worden ist.

Vorsicht mit Farbe


Auch dass sich in den Farbsprühmitteln, mit denen im Wald gearbeitet wird, möglicherweise gesundheitsschädigende Treibgase, Lösungsmittel und schädigende Farbpartikel befinden, war bisher so nicht hinreichend bekannt. "Deshalb muss auch mit diesen Sprühmitteln sorgsam und verantwortungsvoll umgegangen werden", betonte Bösl.

Spaß machte den Beteiligten die "Gymnastik im Wald", die zeigte, dass oft nur wenige Übungen Geist und Körper wieder für die Arbeit fit machen. Diese Minuten seien durchaus keine "verlorene Arbeitszeit", sondern könnten Unfälle verhindern. Zum Abschluss des nun schon dritten "Flossenbürger Gesundheitstages" gab es eine deftige Brotzeit, die sich alle verdient hatten.
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