Landfrauen treffen sich
Vakanz bei Ortsbäuerinnen

Gertraud Hummer (Zweite von links) bleibt Ortsbäuerin von Wildstein. Elisabeth Mösbauer (links) und Maria Saller (rechts) traten nicht mehr an und wurden von der stellvertretenden Kreisbäuerin Barbara Stangl (Zweite von rechts) verabschiedet. Bilder: frd (2)
Vermischtes
Teunz
16.11.2016
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Nach drei Jahrzehnten als Ansprechpartner für die Landfrauen, sind zwei Ortsbäuerinnen "amtsmüde". Nachdem keine Nachfolgerinnen gefunden wurden, gibt es in der Gemeinde Teunz nur noch eine Vertreterin. Interessant war ein Vortrag über Pflanzensymbolik.

Teunz-Fuchsberg. Mit einem Vortrag des Bildungswerks des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) begann der informative Abend für die Landfrauen aus den BBV-Ortsverbänden Fuchsberg, Teunz-Zeinried und Wildstein. Dieser endete nach den Neuwahlen der Ortsbäuerinnen bei einem gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen im Feuerwehrgerätehaus Fuchsberg. Zunächst zeigte Maria Kiener aus Schlotthof (Gemeinde Niedermurach) in ihrem Vortrag auf, dass fast alle weltlichen und religiösen Feste im Jahreslauf in irgendeiner Form mit der Natur und damit auch mit den unterschiedlichsten Pflanzen verbunden sind.

An Allerheiligen dominieren bestimmte, winterfeste Grabpflanzen, der Martinstag ist mit dem "Beifuß" (Gewürz für die Martinsgans) verbunden und beim Adventskranz ist es neben dem Grün die runde Form, die das Unendliche symbolisiert. Mit dem Fest der Hl. Barbara verbinden wir die "Barbarazweige", die an Weihnachten blühen sollen, und die Weihnachtsäpfel werden als Symbol der Nahrung und in früheren Zeiten als Symbol des Wohlstandes gesehen. Der Christbaum wird mit Lichtern geschmückt, womit er "das Licht der Geburt Christi symbolisch in die Welt trägt". Das dreiblättrige Kleeblatt steht für die Dreieinigkeit Gottes, während der vierblätterige Klee als Glücksbringer gilt.

So kann der Jahreskreislauf beliebig mit bestimmten Pflanzen in Verbindung gebracht werden. Auch viele alte Bräuche und Sitten sind damit verbunden. Der Maibaum steht als Symbol für Manneskraft und das Eichenlaub gehört in den Siegerkranz. Viele Pflanzen sind zu Symbolen geworden, über die wir gar nicht mehr weiter nachdenken. Nach dem Vortrag standen die Wahlen der Ortsbäuerinnen für die einzelnen BBV-Ortsverbände an. Für den Ortsverband Fuchsberg konnte das Amt nicht mehr besetzt werden, nachdem die bisherige Ortsbäuerin Elisabeth Mösbauer nach 25 Jahren nicht mehr zur Wahl antrat.

Das gleiche Bild beim Ortsverband Teunz-Zeinried. Denn auch Maria Saller, die schon 30 Jahre dieses Amt inne hatte, war "amtsmüde" und stellte sich, wie auch die anderen anwesenden Mitglieder, nicht zur Wahl. Lediglich beim Ortsverband Wildstein konnte durch gutes Zureden die bisherige Ortsbäuerin Gertraud Hummer zur Wiederwahl bewegt werden. Als Vertreterin wurde Angela Gürtler gewählt.

Die stellvertretende Kreisbäuerin Barbara Stangl, die auch die Wahlen geleitet hatte, dankte namens des BBV sowohl Elisabeth Mösbauer als auch Maria Saller dafür, dass sie sich über Jahrzehnte hinweg als Ortsbäuerin zur Verfügung gestellt haben. "Damit haben sie im Ehrenamt sowohl den Landfrauen in ihren Ortsverbänden als auch den Dorfgemeinschaften gedient", lobte Stangl, die sich beim gemütlichen Beisammensein noch gerne mit den Landfrauen austauschte.
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