Täuschend echte Karambolage

Im Vordergrund haben sich die Feuerwehr Tännesberg und die Sanitäter positioniert, im Hintergrund agiert die Feuerwehr Teunz bei der Übung, für die ein Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen simuliert wurde. Bild: tkr
Vermischtes
Teunz
26.09.2016
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Martinshorn und Blaulicht signalisieren, dass es um Minuten geht. Doch in diesem Fall wird nur geübt, wie Verletzte bei einem Verkehrsunfall geborgen werden können. Dazu gehört auch Schminke.

Teunz-Zeinried. Als kürzlich die Sirenen in Zeinried erschallten, war so manches erschrockene Gesicht am Fenster zu sehen. Nachdem klar wurde, dass es sich um eine Einsatzübung der Feuerwehr handelt, wandelte sich Schrecken bei den Zaungästen in Interesse.

Vor Ort hatten die Zuschauer Gelegenheit, die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr live zu erleben. Zusammen mit seinen Helfern hatte Kommandant Andreas Brandstätter zwei Unfallfahrzeuge vorbereitet. Das Übungsszenario war ein schwerer Verkehrsunfall bei dem ein aus Fuchsberg kommendes Auto ein vorfahrtsberechtigtes Fahrzeug aus Ödmiesbach übersieht.

Eingeklemmt


Im Kreuzungsbereich, bei der Kapelle, kommt es zum Zusammenstoß. In beiden Fahrzeugen sind Personen eingeklemmt, und eine dritte Person kann sich selbst befreien.

Die BRK-Ausbilder Martin Hauser und Uwe Spandau schminkten drei verletzte Personen täuschend echt und platzierten sie in den Fahrzeugen. Nur wenige Minuten nach dem Alarm rückten die Wehren aus Zeinried, Teunz und Tännesberg sowie der Rettungsdienst an. Während die Kameraden aus Zeinried die Verkehrsregelung und Absicherung übernahmen, machten sich die Einsatzkräfte aus Teunz und Tännesberg mit ihrem Rettungsgerät an die Arbeit.

Zunächst wurden die Fahrzeuge stabilisiert. Danach folgte, zusammen mit den Sanitätern, die Erstversorgung der Patienten und schließlich die schonende Rettung aus den vollkommen demolierten Fahrzeugen. Unter den kritischen Blicken von Kreisbrandinspektor Richard Fleck und der Kommandanten der beteiligten Wehren zeigten die Feuerwehrleute ihren hohen Ausbildungsstand bei dieser anspruchsvollen Übung. Nach einer guten Stunde harter Arbeit war die Übung beendet, und alle trafen sich zur "Manöverkritik" im Feuerwehrhaus von Zeinried. Ein besonderes Ziel der Einsatzübung war nämlich die landkreisübergreifende Kooperation mit den Aktiven der Feuerwehr Tännesberg, schließlich ist die Abstimmung in einem solchen Fall unter Umständen entscheidend für den Ablauf der Rettungsaktion.

Oft beide alarmiert


Da die Wehren entlang der B 22 immer wieder gemeinsam alarmiert werden, entschieden sich die Kommandanten für das gemeinsame Übungsszenario. Auch die Zusammenarbeit mit dem BRK, nicht nur während der Übung, sondern auch bereits im Vorfeld, wurde von den Verantwortlichen sehr positiv herausgestellt.
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