Thekla Binder referiert über das Duftveilchen
Ein Abend in Violett

Noch Nachschlag gefällig? Referentin Thekla Binder hatte für die Frauen nicht nur viele Informationen rund ums Duftveilchen dabei, sondern auch etliche Kostproben und eine leckere Kräutersuppe. Bild: Portner
Vermischtes
Teunz
29.04.2016
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Der Termin im Frauenbund-Programm war als Vortrag angekündigt, entpuppte sich aber als kulinarischer, geselliger Abend - der sich in die Länge zog. Vorsitzende Rosemarie Winklmann begrüßte Thekla Binder aus Schönthan im Pfarrheim, die nicht nur viele Informationen, sondern etliche Kostproben mitgebracht und den Abend aufwendig vorbereitet hatte.

Beginnend mit einem Frühlingsgedicht zog die zertifizierte Kräuterpädagogin hinein ins Thema "Duftveilchen", welches auch als anmutiges oder wohlriechendes Veilchen bezeichnet wird. Die kleinen violetten Blüten gaben im Laufe des Abends noch so manches Geheimnis preis und auch Informationsmaterial lag auf den Tischen.

Begeistert zeigten sich die Teunzer Frauen von der Veilchensalbe, die Binder unter Zugabe von Bienenwachs herstellt. Eine Delikatesse für jeden Frühlingssalat ist der Veilchenessig, der auch als Gurgellösung (Spritzer in Wasser) wirkt, wobei schon Hildegard von Bingen und Napoleon vom Veilchen begeistert waren. Ob im Eiswürfel, als Likör, Gelee oder kandiert - in der Küche sorgt es für so manches "blaue Wunder". Thekla Binder goss Tee auf, servierte eine "Neun-Kräuter-Suppe" mit Dinkelbrot und informierte über die Anwendung von vielen Kräutern, die derzeit auf den Wiesen wachsen.

Die Kräuter-Gespräche an den Tischen zogen sich hin und zum Abschluss des kulinarischen Abends überraschte die Referentin noch mit einem kleinen Mitbringsel in Form eines Kräutersalzes (Knoblauchrauke, Giersch, Pimpernelle).

Neun-Kräuter-SuppeNeun Kräuter wie: Bärlauch, Brennnessel, Brunnenkresse, Gänseblümchen, Giersch, Gundermann, Knoblauchrauke, Löwenzahn, Schafgarbe, Sauerampfer, Spitzwegerich, Vogelmiere. Olivenöl im Topf erhitzen, kleine Zwiebelwürfel und gekochte, mehlige Kartoffeln in Stücken zugeben; danach die neun Kräuter (frisch gehackt) und mit Wasser aufgießen (keine Gemüsebrühe!). Man lässt die Suppe circa drei Minuten köcheln und püriert sie mit dem Zauberstab. Würzen mit Steinsalz und buntem Pfeffer (evtl: Muskat und Biorahm). (ptr)
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