Viele Blumen statt Kühe

Das ehemalige landwirtschaftliche Anwesen punktet mit schönen Ziermauern, Buchs und Blumen. Neben der Schaukel steht ein Gartenhaus und auch einen Zierteich gibt es. Auf der anderen Seite der Hofeinfahrt steht das Wohnhaus mit tollen Fernblick. Bilder: Portner (3)
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Teunz
23.09.2016
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Rund ums Haus fallen die riesigen Hortensienbüsche mit ihren weißen Blütendolden ins Auge.

Wiesen ums Haus wurden früher als Weide geschätzt. Jetzt genießt die Familie den Fernblick bei der Gartenarbeit. Die ehemalige Hofstelle der Familie Weber liegt weit außerhalb des Dorfes. Das muss allerdings kein Nachteil sein.

-Gutenfürst. Kühe gibt es schon länger keine mehr auf dem Hof. Nun sorgt der Nachwuchs der drei Töchter dafür, dass sich im beschaulichen Ortsteil von Gutenfürst etwas rührt. Oma Franziska und Opa Michael nehmen sich aber auch viel Zeit für ihre sieben Enkelkinder. Im Stadel ist Platz für ein Katzenhaus und im kleinen Teich mit Springbrunnen schwimmen Fische. Es gibt Hühner und die Kinder dürfen im Garten "ackern", Sonnenblumen an die Scheunenwand pflanzen oder ein Insektenhotel bauen. Auch wenn wieder eine neue Ziermauer mit alten Steinen hochgezogen wird, sind die Jüngsten mit Eifer dabei.

Hortensien vermehren


Bei der Gartenarbeit hilft Jung und Alt ebenfalls zusammen. Die riesigen weißen Hortensienbüsche sind überall am Grundstück zu finden. Sie sind der Blickfang schlechthin. "Im Frühjahr, bis die Pflanzen austreiben, gießen wir mit angesetzten Hühnermist", verrät Franziska Weber. Danach wird bis zum Ansetzen der Blüte etwa vier Wochen lang Hortensiendünger gegeben. Alle zwei bis drei Jahre ziehen die Büsche in einen größeren Topf um. Auch das Vermehren ist laut der begeisterten Hobbygärtnerin einfach. Sie schneidet im August Triebspitzen ohne Blüte ab (10 bis 15 Zentimeter lang), kürzt die Blätter ein und steckt diese in Anzuchterde. Die Töpfchen stellt sie an einen schattigen Platz. Auch die vielen Buchs sind alle selber gezogen: Beim Schnitt Mitte Juni pflanzt sie passende Teile unter die Stauden. Damit die frisch geschnitten Buchs bei voller Sonne nicht "verbrennen", werden sie in der Mittagszeit mit Betttüchern abgedeckt.

Der Gemüsegarten besticht durch seine Vielfalt und sogar Weintrauben gibt es. "Wir haben von einem Urlaubsgast aus dem Rheinland einen Weinstock bekommen, der wächst gut voran", sagt Michael Weber und lenkt den Blick auf die Ferienwohnung im Obergeschoss. Die vielen Sitzplätze im Garten sind also nicht nur für die Familie gedacht. Im Pointweber-Haus, unterhalb der früheren Pension "Jagdschlößl", wohnen schon immer drei Generationen. Doch damit wäre es bald vorbeigewesen. Als Tochter Michaela mit Ehemann Marco bauen wollte, gab's dafür so schnell keine Genehmigung. Erst mit der Idee, das neue Haus "anzudocken" blieb die junge Familie dem Dorf erhalten. Jetzt hat jeder seinen eigenen Hauseingang, aber trotzdem wohnt man unter einem Dach. "Das ist schon praktisch. Vor allem als die Kinder noch kleiner waren", sagt Oma Franziska. Das Modell "Großfamilie" punktet halt besonders am Land. Auch im Spätherbst ist die Hilfe aller gefragt. Denn dann gilt es, die vielen Kübelpflanzen in das Winterquartier zu bringen. Im Stadel ist dafür genug Platz. Damit ja kein Frost die Gewächse erreicht, werden die empfindlichen Pflanzen mit alten Teppichen geschützt.

Doch zunächst warten die rotbackigen Äpfel aufs Pflücken und die Zwiebel müssen zu einem Zopf geflochten werden. Auch die Pointweber-Männer haben ein neues Projekt: Sie bauen einen Hühnerstall.

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