Zum Abschluss der Generalsanierung kommt der Weihbischof
Jakobikirche im neuen Glanz

Wie eine Perle im grünen Meer: Dieser Blick auf die Jakobikirche bei Fuchsberg erfreut auch die Pilger. Die Renovierung forderte viel Arbeitskraft und Spenden der Dorfbewohner, wobei für den Bau der Informationsstelle (links) und die Zufahrt Leader-Mittel flossen. Bilder: hfz/Ulrich Wohlgemuth (2)
Vermischtes
Teunz
14.07.2016
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Zur Trockenlegung war das Kirchenschiff komplett "entkernt". Seit geraumer Zeit ist alles wieder an seinem Platz. Das Altarbild zeigt den heiligen Jakob mit Muschel und Wanderstab. Petrus, Jakobus der Ältere und Paulus befinden sich links an der Wand; rechts ist es eine Kreuzigungsgruppe. Die Empore ist mit Gemälden verziert, darunter hängen Votivtafeln.

Seit 250 Jahren sind die Fuchsberger eng mit ihrer Jakobikirche verbunden. Hier wird geheiratet, Gott um Hilfe gebeten oder auch für eine gute Ernte gedankt. Erste Planungen für die aktuelle Renovierung gab es schon 2008. Daraus ist eine Generalsanierung geworden, die rechtzeitig zum Jubiläum ihr Ende fand.

-Fuchsberg. Genaues zur Entstehungsgeschichte der Kirche weiß man nicht. Am heutigen Standort der Jakobikirche in Fuchsberg (im Volksmund auch "da Jakowe") soll sich einst ein auf Holz gemaltes Bildnis des heiligen Jakob befunden haben. Eine andere Quelle berichtet von einer Kirche, die zur Zeit der Reformation verfallen war. Fest steht jedoch, dass Graf Carl Clement von Taufkirchen und seine Frau Eleonora das Gotteshaus um das Jahr 1766 wieder aufbauten. Hintergrund war ein Gelübde. Die Stifter baten den heiligen Jakob, ihren Sohn im Türkenkrieg vor Verwundung und Tod zu schützen, was sich erfüllte. Ein Bild auf der Empore zeigt den an der Seite des Kavallerieoffiziers reitenden und ihn beschützenden Heiligen.

Gesamtkonzept


Jakobus und sein Pilgerweg nach Santiago de Compostela erleben gerade einen grandiosen Boom. Davon profitiert auch das schmucke Kirchlein, welches einen halben Kilometer östlich von Fuchsberg am Jakobsweg von Prag nach Nürnberg thront. Am Eingang gibt es einen Stempel für das Pilgerbuch und im Dorf ein gutes Bier. Die 80 Sitzplätze reichen nicht aus, wenn Gottesdienst gefeiert wird. Zum Erntedankfest beispielsweise strömen Gläubige aus der ganzen Umgebung herbei. Bei schönem Wetter findet die Messe dann im Freien unter den Kastanienbäumen statt.

Nicht nur um den Blumenschmuck, sondern auch um die Bausubstanz war die mittlerweile verstorbene Kirchenpflegerin Katharina Brand besorgt. Diesen Wunsch griff die Kirchenverwaltung St. Jakob, unterstützt von Pfarrer Leo Heinrich, im Jahr 2008 auf. Architekt Josef Schönberger fertigte die Pläne, wobei ein Gesamtkonzept entstand, welches das Areal um die Jakobikirche aufwerten sollte. Neben der Generalsanierung wurde auch ein befestigter Weg und eine Informationsstelle für Pilger und Wanderer ins Auge gefasst.

Die Fuchsberger Bevölkerung stimmte bei einer Dorfversammlung zu und so wurden die Förderanträge gestellt. In dieser "heißen Phase" wurde Pfarrer Leo Heinrich versetzt. Doch wie Kirchenpfleger Ulrich Wohlgemuth im Rückblick betont, stand auch Nachfolger Pfarrer Herbert Rösl vorbehaltlos hinter dem Vorhaben, so dass man auf die Unterstützung von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung St. Lambert Teunz zählen konnte.

Weihbischof kommt


Nachdem das "Leader"-Programm bis Mitte 2015 abgerechnet sein musste, zeigten die Fuchsberger ein unglaubliches Engagement beim Wegebau und der Errichtung der Informationsstelle. Sie waren dann auch die "Leistungsträger", als es an den letzten Bauabschnitt ging und das Innere des Kirchleins zur Trockenlegung komplett "entkernt" werden musste. Ein erhebliches Spendenaufkommen ermöglichte die Renovierung der künstlerischen Ausstattung: Gemälde, Figuren, Emporenbrüstung, Kerzenleuchter, Votivbilder erstrahlen im neuem Glanz. Die Weihe nimmt Weihbischof Reinhard Pappenberger beim Festgottesdienst am Sonntag, 24. Juli vor (siehe Kasten). Dann liegt auch der neue Kirchenführer aus. Da die Schlossbrauerei schon mehr als 350 Jahre zu Fuchsberg gehört, wird am Samstag, 23. Juli, ab 10 Uhr das Brauereifest mit einem Tag der offenen Tür, Musik und Kinderprogramm gefeiert. Grund dafür ist das Jubiläum "500 Jahre Reinheitsgebot" und die Einweihung der neuen Füllerei. Ein Helferfest bildet am Montag, 25. Juli, den Abschluss.

Festprogramm250 Jahre Jakobikirche Sonntag, 24. Juli

8.15 Uhr Standkonzert der Blaskapelle Teunz im Brauereihof; 8.45 Uhr Aufstellung Kirchenzug und Marsch zur Kirche; 9.30 Uhr Gottesdienst; 11 Uhr Bewirtung und Blasmusik im Brauereihof; 14 Uhr Andacht und Ausgabe der Spendenzertifikate; 14.30 Uhr Festbetrieb mit den "Oberpfälzer Blechaposteln". (ptr)
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