TGW Software Services GmbH setzt auf Ausbildung
Ausbildung ist keine Sackgasse

Bundessieger Sebastian Schmid (21) stellte Komponenten der Ausbildung vor. MdB Karl Holmeier (von links), Ausbilder Richard Gleißner, Peter Ehrenhuber, Bürgermeister Norbert Eckl und Ralf Klausnitzer schauten ihm über die Schulter. Bild: Portner
Wirtschaft
Teunz
11.02.2015
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Die TGW Software Services GmbH (TSS) setzt auf das Flaggschiff Ausbildung. Dies wurde beim Besuch des CSU-Bundestagsabgeordnen Karl Holmeier deutlich. "Durch die Veränderung von Klug zur TGW hat sich der Fokus nicht geändert", stellte Geschäftsführer Peter Ehrenhuber klar.

Grund für den Besuch des Abgeordneten war Sebastian Schmid, Bundesbester 2014 im Ausbildungsberuf "Elektroniker für Betriebstechnik". Das Teunzer IT-Unternehmen verbuchte in den vergangenen fünf Jahren fünf Landessieger und vier Bundessieger.

Karrierechancen gegeben

"Wir bilden nicht nur aus, sondern bieten auch Zukunftsperspektiven", erklärte Geschäftsführer Ralf Klausnitzer. Richard Gleißner, der erste zertifizierte Ausbilder Bayerns (mittlerweile gibt es über 1000) ergänzte: "Ausbildung ist bei uns wie ein Zusteuern auf eine Kreuzung, um dort zu schauen, wo es hingeht." Statt einer Sackgasse warten Karrierechancen als Projekt- oder Teamleiter. "Wir sind sehr stolz auf unser Flaggschiff Ausbildung", sagte Peter Ehrenhuber aus Wels, seit Januar einer der drei Geschäftsführer (siehe Leute-Kasten). Ein entscheidender Punkt dafür seien die loyalen und bodenständigen Menschen in der Oberpfalz.

Qualität der Ausbildung wichtiger denn je

"In Zeiten, wo das Fachpersonal knapper wird, ist die Qualität der Ausbildung wichtiger denn je und ein Argument dafür, dass das Unternehmen erfolgreich ist", betonte Ralf Klausnitzer. Aktuell seien 52 junge Menschen in Ausbildung, bzw. als duale Studenten im Betrieb. Elf Jugendliche haben ihre Lehre im Januar 2015 abgeschlossen, neun mit der Note "sehr gut" und zwei mit "gut". 13 Azubis (acht Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, fünf Elektroniker für Betriebstechnik) starten im September. Insgesamt sind derzeit rund 250 Mitarbeiter beschäftigt. "Die duale Ausbildung ist die Stärke in Deutschland und Österreich und derzeit ein Exportschlager", bemerkte MdB Karl Holmeier, der sich sehr angetan von der Teunzer Erfolgsbilanz zeigte. "Über Teamgeist zum Erfolg, das ist für uns elementar", erklärte Richard Gleißner und Sebastian Schmid erzählte von seiner Ausbildungsgruppe und dem gegenseitigen Anspornen zum Lernen.

Wieder sicher

Nachdem MdB Karl Holmeier zum ersten Mal im Unternehmen war, stellte Peter Ehrenhuber dieses näher vor und betonte: "Die TSS hat das Klug-Gebäude gekauft und sich damit für den Standort ausgesprochen." Dies freute besonders Bürgermeister Norbert Eckl: "Wir sind froh, dass die Arbeitsplätze wieder sicher sind." Sein Dank galt den Verantwortlichen bei der Umstrukturierung im Vorjahr. Die TGW mit Hauptsitz im österreichischen Wels ist mit 2220 Mitarbeitern weltweit in 14 Ländern aktiv und zu einhundert Prozent im Privateigentum der Gründerfamilie. "Wir bauen Logistiklösungen und sind jetzt mit Teunz im Bereich IT noch schlagkräftiger bei Komplettlösungen", erklärte der Geschäftsführer. "Wir haben auch früher schon gemeinsam Projekte abgewickelt", betonte dazu Ralf Klausnitzer. Es laufe gut, Aufträge könnten selektiert werden. Zusätzlicher Umsatz entstehe im Bestandskundenbereich.

Einladung nach Berlin

"Hier haben zwei Unternehmen zusammengefunden, die sich ergänzen. Ich gratuliere dazu!", freute sich Holmeier. Respekt zollte er Bundessieger Sebastian Schmid, der sich über eine Einladung nach Berlin freuen darf.
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