„Wirtschaftsfrüstück“ in der Brauerei
Viel Handarbeit und Herzblut

Wirtschaft
Teunz
18.05.2017
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Betriebe ins Rampenlicht der Öffentlichkeit rücken. Das ist ein Ziel des "Partnervereins für den Landkreis Schwandorf". Die jüngste Aktion führte an den Sudkessel. Nicht nur die Reden waren gehaltvoll.

-Fuchsberg. (frd) Der Verein hatte sich diesmal einen "Vorzeigebetrieb" in der Gemeinde Teunz ausgesucht. Das "Wirtschaftsfrüstück" am Mittwochabend zog bei der Schloßbrauerei Fuchsberg über 30 Vertreter aus der Wirtschaft und von Ämtern und Behörden im Landkreis Schwandorf an. Darunter waren auch Landrat Thomas Ebeling und Joachim Ossmann von der Agentur für Arbeit in Schwandorf sowie der Zweite Bürgermeister der Gemeinde Teunz, Robert Hechtl, und weitere Amts- und Behördenleiter.

Neues Spezialbier


Der Vorsitzende des "Partnervereins für den Landkreis Schwandorf", Alois Hagl, freute sich über den hervorragenden Besuch. Dieser bezeuge auch das gute Miteinander der heimischen Wirtschaft mit den Behörden und Ämtern und der kommunalpolitischen Führung im Landkreis. Braumeister Franz Vogl übernahm die Führung durch die Brauerei. Wie er eingangs ausführte, befinde sich die Schlossbrauerei Fuchsberg bereits in der dritten Generation im Besitz der Familie Vogl. Ein möglicher Firmennachfolger aus der Familie befindet sich bereits in der Ausbildung. Obwohl sich die Schlossbrauerei so gut wie in jedem Jahr in einer Art Erneuerung oder Modernisierung befindet, sei bei der Herstellung des Bieres noch viel Handarbeit erforderlich. Es sei wohl auch am Bier zu spüren, dass die Braumeister ihr ganzes Herzblut in die Produktion des Gerstensaftes legen und bei der Herstellung von Spezialbieren zeigen möchten, wie unterschiedlich gute Biere schmecken können. Bei einer Bierprobe konnten die Gäste das frisch-fruchtige neue Sommer-Pils "Hopfux" testen.

Die Kapazität der Brauerei ist durch ständige Investitionen so ausgerichtet, dass dem Bier die nötige Zeit zum Reifen gegeben werden. Falls erforderlich, könne die Produktion sogar noch gesteigert werden. Obwohl der Bierkonsum in Bayern und in Deutschland rückläufig ist, könne der derzeitige Produktionsstand sogar mit einem Trend nach oben gehalten werden, was wohl auch für die Qualität dieses Bieres spreche.

Nach der Brauereibesichtigung ging es ins Brotzeitstüberl, wo Peter Vogl einen Film über den Produktionsablauf in der Schlossbrauerei zeigte. Er ging auch auf das soziale Engagement des Betriebes ein, der bei jeder Modernisierung auch auf den Erhalt von Arbeitsplätzen achtet. Bei den zahlreichen Brauereibesichtigungen werden die Getränke von der Familie Vogl kostenlos bereitgestellt, von den Teilnehmern aber fünf Euro pro Person verlangt. Dieses Geld wird übers Jahr hinweg gesammelt und zum Jahresende über das Kinderhilfswerk den Kinderdörfern in Peru und Ecuador zur Verfügung gestellt, zu denen auch enger Kontakt gehalten wird. So konnten bisher schon über 54 000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Das Geld wurde für vernünftige Ernährung, Wohnung, Bekleidung und vor allem für Bildung ausgegeben.

Vorzeigebetrieb


Nach all den Informationen waren sich die Gäste einig, dass sie bei diesem Besuch einen Einblick in einen "Vorzeigebetrieb" bekommen haben, der heimisches Brauchtum, das Hochhalten alter Traditionen und gelebte Innovation durch ständige Modernisierungsmaßnahmen vorlebt und in wirtschaftlichen Erfolg umsetzen kann. Vorsitzender Alois Hagl war nach den vielen Informationen über die Braukunst begeistert von diesem Familienbetrieb mit drei Generationen, in dem immerhin 20 Mitarbeiter beschäftigt werden. Und davon, wie Tradition, Innovation und wirtschaftlicher Erfolg eine Einheit bilden. (Seite 21)
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