Ausbau mit hoher Förderquote

Der Baubeginn an der Gemeindestraße ab Kiesenberg bis hin zur Kreisstraße SAD 47 steht unmittelbar bevor. Bei vorbereitenden Vermessungsarbeiten steht (von links) Ingenieur Bernhard Preischl Bauhofleiter Alois Schwendner zur Seite. Bürgermeister Walter Schauer und VG-Geschäftsstellenleiter André Schille begutachten die Planung. Bild: Mardanow
Lokales
Thanstein
10.06.2015
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Auf einer Strecke von knapp 1000 Metern rollen die Maschinen: Ab der Ortschaft Kiesenberg bis hin zur Kreisstraße SAD 47 beginnen in diesen Tagen die Ausbauarbeiten. Bis 2018 möchte die Gemeinde Thanstein nahezu alle Löcher in ihrem Straßennetz stopfen.

Schon seit längerem darf auf der Gemeindeverbindungsstraße ab Kiesenberg nur noch mit Tempo 30 gefahren werden. Tiefe Risse durchziehen die Asphaltdecke, die Autos holpern durch Spurrillen, nach Regenfällen steht das Wasser auf der Fahrbahn.

"Die Straße ist in einem schlechten Zustand", so das Urteil von Ingenieur und Bauleiter Bernhard Preischl (Büro Brandl & Preischl, Cham). Jetzt rückt die Gemeinde Thanstein dem maroden Straßenkörper auf den Leib: In den nächsten drei Wochen wird die Strecke - bis zur Einmündung in die Kreisstraße SAD 47 - mit einer bituminösen Oberbauverstärkung ausgestattet. Für das Ausbau-Projekt sind - einschließlich der Ingenieurkosten - insgesamt 235 000 Euro im Haushalt eingeplant.

Hoher Zuschuss erwartet

Die Gemeinde kann das Vorhaben stemmen, ohne neue Schulden machen zu müssen - "da sind wir schon stolz drauf", bekennt Bürgermeister Walter Schauer am Mittwoch bei einem Pressetermin. Denn die Regierung der Oberpfalz hat für den Straßenausbau eine sehr hohe Förderung in Aussicht gestellt: André Schille, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Neunburg, rechnet mit einem Zuschuss von rund 80 Prozent. Der Zeitdruck bei der Formulierung des Förderantrags hat sich also nicht negativ ausgewirkt: Wie der Bürgermeister verriet, musste das Zuschussgesuch im vergangenen August innerhalb einer Woche auf den Weg gebracht werden, da es bereits zum Monatsende der Bezirksregierung vorliegen musste.

Die satte Förderung, für den die Gemeinde Gelder aus dem staatlichen Finanzausgleich erhält, "erleichtert uns die Maßnahme ungemein", bekennt Walter Schauer. Wie der Bürgermeister erklärt, bekommt Thanstein die erhöhten Subventionen, um die begonnene Haushaltskonsolidierung fortführen zu können. Aber auch der demografische Faktor - Stichwort: Einwohner-Rückgang - spiele dabei eine Rolle.

Den Auftrag für den Ausbau hat die Rötzer Firma Georg Huber für eine Summe von 168 700 Euro erhalten. Die neuen Bankette wird der Betrieb Fischer aus Voitsried herstellen. Wie Planer Bernhard Preischl informierte, zählt zu den ersten Arbeiten das Abfräsen der Fahrbahn. Die Bauausführung sieht eine acht bis zehn Zentimeter starke Asphalt-Tragschicht vor, darauf wird noch eine vier 4 Zentimeter dicke Deckschicht aufgebracht. Die Fahrbahnbreite bleibt mit 4,50 Metern gleich. Neu hergestellt werden die Entwässerungsgräben, entlang der Straße werden an neuralgischen Punkten neue Schutzplanken montiert. Für die Bauarbeiten ist die Straße ab sofort für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Kulz.

Vor Endspurt bei Straßen

Für 2016 kündigt sich schon die nächste Maßnahme an: Dann möchte Bürgermeister Schauer den Ausbau der Verbindungsstraße von Kulz bis zur Gemeindegrenze bei Zengeröd in Angriff nehmen. Bis 2018 soll das Netz an Gemeindestraßen auf dem neuesten Stand sein. Ab dann soll die Dorferneuerung in Thanstein Schwerpunkt im Haushalt werden.
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