Betriebskosten verunsichern

Im Bild das Trockenbeet der Kläranlage Kulz, das fast keine weiteren Lagerkapazitätem mehr aufweist. Bild: bej
Lokales
Thanstein
07.07.2015
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Die landwirtschaftliche Entsorgung des kommunalen Klärschlamms geht einer sehr unsicheren Zukunft entgegen. Bei öffentlichen Ausschreibungen melden sich immer die gleichen zwei bis drei Landwirte, die bereit sind Klärschlamm auf ihren Flächen auszubringen.

Um hier zukünftig Entsorgungssicherheit zu gewährleisten erklärte sich die Gemeinde Thanstein bereits im September 2014 bereit, als Mitglied zum Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf (ZTKS) beizutreten. Zu diesem Zeitpunkt lag allerdings die Verbandssatzung noch nicht vor, deshalb wurde dieser Punkt in der letzten Sitzung mit vorliegender endgültiger Satzung, die den Gremiumsmitgliedern vorab zugestellt wurde, neu beschlossen.

Gründungseinlage

Fast alle Gemeinden des Landkreises Schwandorf sowie die Städte Regensburg und Amberg haben bereits ihren Beitritt zum ZTKS erklärt, die Gründungseinlage beträgt 3 000 Euro pro Mitglied. Die Ratskollegen Michael Brandl und Michael Maier bemängelten nun bei Paragraph 17 der Verbandssatzung "Deckung des Finanzbedarfs" einen Unsicherheitsfaktor. Dieser Absatz sieht die Erhebung einer Betriebskostenumlage von den Verbandsmitgliedern vor, soweit die sonstigen Einnahmen nicht ausreichen, um den laufenden Finanzbedarf zu decken.

"Freibrief für Kostenexplosion, Kostenfalle" - diese Gefahren sah Michael Brandl beim oben genannten Paragraph. Bürgermeister Schauer warnte dagegen vor einem Nichtbeitritt. "Spätestens nächstes oder übernächstes Jahr können wir unseren Klärschlamm nicht mehr entsorgen. Denn auch die Schadstoffwerte spielen eine immense Rolle." Er sieht im Zweckverband eine kostengünstige und sichere Verwertung vor Ort, momentan gehe es nur um die Anlaufkosten, die sich rein auf das Startkapital beziehen würden. Da keine Einigung im Gremium erreicht werden konnte, wurde der Vorschlag zurückgestellt und wird in der nächsten Sitzung erneut beraten.

"Natura 2000"

Zum Schluss der öffentlichen Sitzung informierte Bürgermeister Schauer über den in sechs Wochen stattfindenden Baubeginn des Breitbandausbaus. Am 10. Juli findet im Dorfgemeinschaftshaus in Kulz die Auftaktveranstaltung "Natura 2000" der höheren Naturschutzbehörde statt. Einladung ergeht an alle Anlieger des Kulzer Moos und an alle Interessierte. Der Antrag von Johann Hirn auf Errichtung einer "Grenzgarage" benötigt eine isolierte Befreiung durch die Gemeinde. Das Gremium hatte dem nichts entgegenzusetzen.
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