Eine "Heimat" fürs Bataillon

Die Gemeinde Thanstein und das 3./Gebirgspanzerbataillon 8 bekräftigten ihre Patenschaft für die Zukunft. Ulrich Knoch (von links), Alfons Kramer, Bürgermeister Walter Schauer, Hauptmann André Harzendorf, Hans Krämer und Stabsfeldwebel Christian Jagode tauschten Urkunden und Patenschaftstafeln aus. Bild: dl
Lokales
Thanstein
12.12.2014
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Schon vor 41 Jahren schloss die Gemeinde Thanstein ihre erste Bundeswehr-Patenschaft. Diese Woche kamen die Soldaten des 3./Gebirgspanzerbataillons 8 zur Erneuerung vorbei. Im Dorfgemeinschaftshaus gab es einen Rückblick auf viele gemeinsame Termine.

Bei der Jahresabschlussfeier wurde die bestehende Patenschaft der Kompanie aus dem Standort Pfreimd mit der Gemeinde Thanstein erneuert und mit dem Austausch von Urkunden und Wappen bekräftigt.

Bürgermeister Walter Schauer begrüßte die Soldaten und Gäste und stellte kurz das Dorfgemeinschaftshaus und die Gemeinde vor. Er freute sich, dass auch viele Vereinsabordnungen gekommen waren. Nach einem gemeinsamen Essen schilderte er die Höhepunkte der bisherigen Patenschaften zu Bundeswehreinheiten. "Die Bundeswehr war und ist bei uns anerkannt und ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft", bekräftigte Schauer. Dies werde deutlich, dass bereits vor 41 Jahren die erste Patenschaft geschlossen wurde.

Wettkampf und Umwelttag

Am 3. Juni 2007 wurde die Patenschaft zwischen der 5. Kompanie des Panzerbataillons 104 aus Pfreimd und der Gemeinde Thanstein unter Bürgermeister Alfons Kramer, der ebenfalls anwesend war, begonnen. Zahlreiche Veranstaltungen fanden bisher gemeinsam mit den Soldaten und der Zivilbevölkerung statt. Die Teilnahme an Jubiläumsfesten, Volkstrauertagen, Feldweihnachtsfeiern, Vergleichsschießen, Schlauchbootwettkämpfen, Umwelttagen und die aktive Unterstützung der SRK Thanstein und der SKK Kulz bei Vereinsveranstaltungen gehören mit zum Dienst der Bundeswehreinheiten. Mehrere Gelöbnisse und Chefwechsel fanden in der Gemeinde statt und erfüllten das Verhältnis mit gesundem Leben. Stets fühlten sich die Soldaten aus der Garnison wohl in der Patengemeinde.

Bei der Umstrukturierung der Bundeswehr wurde die bisherige Patenkompanie 5./PzBtl 104 aufgelöst und als 3./GebPzBtl 8 am 20. September neu aufgestellt. "Die Patenkompanie sieht die freiwillige Übernahme einer Patenschaft als Fürsorgepflicht", sagte Hauptmann André Harzendorf. Es gebe verschiedene Arten von Patenschaften, für ihn sei es eine Ehrenpatenschaft.

"Vor all unseren Soldaten und den Vereinen wollen wir diese kameradschaftliche Freundschaft bekräftigen", so Harzendorf. Anschließend tauschten Bürgermeister und Kompaniechef die Patenschaftsurkunden aus. Die Vorsitzenden der Reservistenkameradschaften Hans Krämer (Kulz) und Ulrich Knoch (Thanstein) tauschten Patenschaftstafeln mit dem Kompaniefeldwebel Christian Jagode aus.

Gut gepflegte Kontakte

Seit 1973 bestehen mit der Gemeinde Thanstein und Bundeswehreinheiten gut gepflegte Patenschaften. In den Jahren von 1973 bis 1992 bestanden die Kontakte zum Panzerbataillon 114; von 1993 bis 2006 zum Panzerartilleriebataillon 115 (jeweils Neunburg vorm Wald). Seit Juni 2007 ist die Gemeinde Thanstein kameradschaftlich verbunden mit dem Panzerbataillon 104 aus der Oberpfalzkaserne in Pfreimd.
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