Freie Fahrt auf der Kreisstraße SAD 47
Über vier Wochen früher im Ziel

Zwischen Prackendorf und Kulz ist wieder freie Fahrt möglich. Bei der technischen Abnahme des zweiten Bauabschnitts an der Kreisstraße SAD 47 lobten Landrat Thomas Ebeling (Sechster von rechts) und Thansteins Bürgermeister Walter Schauer (Siebter von links) das gelungene Projekt. Demnächst werden auf der ausgebauten Trasse noch die Mittelstreifen markiert. Bild: Mardanow
Lokales
Thanstein
23.09.2014
3
0

Die engen Kurven sind entschärft, die Fahrbahn ist bis auf 6,50 Meter verbreitert. Über 2,2 Millionen Euro hat der Landkreis in den vergangenen zwei Jahren in die Hand genommen, um die Kreisstraße SAD 47 aufzurüsten. Jetzt kann die Verkehrsader wieder pulsieren.

Die technische Abnahme des zweiten Bauabschnitts markierte am Dienstag den Schlussstrich des Projekts. Seit September 2012 hatten Baumaschinen das Bild zwischen Prackendorf und Kulz geprägt. Im ersten Abschnitt war die Trasse bis zur Abzweigung nach Kiesenberg ausgebaut worden. 1,25 Millionen Euro brachte der Landkreis dafür auf.

Mitte April begannen heuer die Arbeiten am 1,4 Kilometer langen Abschnitt zwei: Bei Gesamtkosten von 980 000 Euro drückte die Baufirma Hilz aus Spiegelau ganz schön auf die Tube: Ursprünglich war Ende Oktober mit dem Zieleinlauf gerechnet worden, doch schon seit Freitag darf der Verkehr wieder rollen - über vier Wochen früher als geplant.

Zustand nicht zeitgemäß

"Das kommt nicht jeden Tag vor", lobte Landrat Thomas Ebeling bei der Baustellen-Abnahme am Ortseingang von Kulz. Er nannte das Projekt eine Gemeinschaftsleistung und hob das Miteinander zwischen Landratsamt, Baufirmen, Gemeinde und Grundstücksbesitzern hervor. Unter anderem nutzte der Zweckverband Nord-Ost-Gruppe die Arbeiten an der Kreisstraße, um die Wasserleitung vor Kulz zu erneuern.

Ursprünglich als Gemeindeverbindungsstraße gebaut, erschließt die SAD 47 das Gebiet zwischen der Bundesstraße 22 bei Winklarn und dem Raum Neunburg. Martin Ruider, zuständiger Bauleiter am Landratsamt, rief die Gründe für den Neubau in Erinnerung: Eine stark beschädigte Fahrbahn, enge Kurven, unübersichtliche Kuppen, die Straßenbreite mit maximal fünf Metern unzureichend für den heutigen Verkehr.

Nun ist die Straße auf sechs Meter verbreitet, in Kurven sind sogar 6,50 Meter Platz. Der neue Oberbau ist für die Belastung durch Pkw, Lkw und Traktoren gewappnet. Ruider lobte die Arbeitsweise der Firma Hilz: Vor allem mit Blick auf die ebenen Abschnitte sei das "die beste Strecke, die bislang im Landkreis gebaut wurde". Bürgermeister Walter Schauer freute sich über die Beseitigung von gefährlichen Kuppen und Kurven. Nach der früheren Fertigstellung hoffte er, dass sich nun der Umleitungsverkehr wieder beruhigt: Während der Bauphase hatten sich die Fahrer einen Weg durch die Ortsteile gesucht und für erhöhtes Verkehrsaufkommen gesorgt. Schauer wünschte sich, dass die bisher nicht ausgebauten Abschnitte nach Winklarn und Richtung Katharinenthal auch bald verwirklicht werden. Zumindest den Weiterbau bis Winklarn stellte Martin Ruider in den nächsten fünf Jahre in Aussicht.

Reibungsloser Bauverlauf

Die Vertreter der Baufirma Hilz und des Subunternehmens Huber (Rötz) bedankten sich für den Auftrag und würdigten die reibungslose Zusammenarbeit. Seine Zufriedenheit mit der Bauausführung brachte Kreisrat Johann Eckl, Mitglied im Ausschuss für Planung und Bau, zum Ausdruck.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2014 (8409)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.