Gemeinderat vergibt Auftrag fürs schnelle Internet an Amplus - Bonus für Kindergarten
Datenfluss von bis zu 200 Megabit

Lokales
Thanstein
10.03.2015
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Die Gemeinde nimmt Kurs auf die Datenautobahn: 785 000 Euro sind dafür in den nächsten zwei Jahren im Haushalt eingeplant. Den Auftrag für den Ausbau zu schnellem Internet hat der Gemeinderat jetzt einstimmig an die Firma Amplus vergeben.

Von einem "guten Angebot" sprach Bürgermeister Walter Schauer im Gemeinderat. Amplus stelle eine nahezu flächendeckende Übertragungsrate von mindestens 30 Megabit pro Sekunde in Aussicht, bei Anwesen mit direktem Glasfaser-Anschluss seien sogar zwischen 50 und 200 Megabit/Sekunde möglich.

Nach intensiven Nachverhandlungen reichte das Unternehmen ein Angebot über 780 786 Euro ein. Diese Summe entspricht der sogenannten Wirtschaftlichkeitslücke, durch den Freistaat steht eine Förderung in Höhe von rund 625 000 Euro in Aussicht. Der Eigenanteil der Gemeinde beläuft sich auf 156 000 Euro.

Vorbehaltlich der Plausibilitätsprüfung, der Genehmigung des Konzessionsvertrags und der Förderzusage durch den Freistaat gab der Gemeinderat grünes Licht für den Aus- und Aufbau des Breitbandnetzes in der Gemeinde und den Ortsteilen. Zusätzlich wurde der Bürgermeister ermächtigt, den Konzessionsvertrag zu unterzeichnen und den Mietvertrag über die gemeindlichen Leerrohre zur unterzeichnen. Laut Bürgermeister sei vorgesehen, mit den Arbeiten spätestens im Juni zu beginnen.

Mit dem "Qualitätsbonus plus" zahlt der Freistaat Bayern an Kindertageseinrichtungen ab sofort 53,69 Euro je Kind. Um in den Genuss dieser Förderung zu kommen, muss die Gemeinde ihren Förderanteil um die selbe Summe erhöhen, außerdem sind die Gelder verpflichtend zur Qualitätsverbesserung einzusetzen. Die Gemeinderäte stimmten zu, die Summe, die für heuer an die Nachbargemeinde Winklarn geleistet werden muss, bezifferte der Bürgermeister auf 1718 Euro. Bei Wegfall des Bonus wird auch der Gemeindeanteil wieder reduziert.

Für ein Angebot von 2826,25 Euro wird bei der Firma WTW ein neuer Phonometer für das gemeindliche Kläranlagen-Labor gekauft. Mit so einem Gerät können Stoffkonzentrationen im Wasser präzise bestimmt werden. Die Räte kamen überein, dass sich eine Reparatur des über zehn Jahre alten Vorgänger-Models nicht mehr rentiere.
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