Keine Treppe: Burgturm bleibt ohne Zugang

Lokales
Thanstein
02.10.2014
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Die Gemeinderäte schüttelten die Köpfe und sprachen von einem "Schildbürgerstreich". Im über Jahre hinweg sanierten Turm der Burgruine bleibt die Bevölkerung ausgesperrt. Die Immobilien Freistaat Bayern als Eigentümer lehnt die Errichtung einer Zugangstreppe ab.

Etwa 700 000 Euro hatte es gekostet, das Gemäuer herzurichten. Bei den Arbeiten waren im Umgriff des Turms mehrere Tonnen Erdreich abgetragen worden, der bisherige Eingang - eine Tür, die über zwei Stufen erreichbar war - liegt seither in etwa drei Metern Höhe. Für die touristische Nutzung wäre der Gemeinde sehr daran gelegen, wieder einen Zugang zu schaffen: "Der Turm ist ein sehr markanter Aussichtspunkt", beschreibt Bürgermeister Walter Schauer gegenüber dem NT.

Bereits im März hatte die Immobiliengesellschaft in einem Schreiben angeboten, die Burganlage anmieten zu können. Doch die Gemeinde sah die Errichtung eines Zugangs als Aufgabe des Eigentümers an. Der gab den Thansteinern nun einen Korb: "Die bauliche Umsetzung einer Zugangstreppe einschließlich der Kostenübernahme durch den Freistaat" sei nicht möglich, teilte die Regionalvertretung Oberpfalz Anfang September mit. Als das Schreiben nun auf dem Tisch des Gemeinderates landete, sorgte es für erheblichen Unmut: Es sei unsinnig gewesen, den Turm für teueres Geld herzurichten, neue Treppen und Plattformen einzubauen, wenn dann niemand hineinkönne. Der Bürgermeister versprach, an der Sache dranzubleiben.
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