Lernort Bauernhof ein besonderes Erlebnis für Kindergartenkinder aus Winklarn
Wo Wastl und Satan wohnen

Viele Tiere gab es bei der Bauernhofbesichtigung zu sehen. Bild: dl
Lokales
Thanstein
26.06.2015
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Der Ziegenbock "Wastl" und die Katze "Satan" empfingen die Kindergartenkinder auf dem Bauernhof der Familie Walbrun, die sich als guter Gastgeber zeigte. Unterstützung gab es von der Ortsbäuerin Brigitte Scherr und ihrer Stellvertreterin Elisabeth Dürmaier. Der Lernort Bauernhof ist ein Erlebnis für Kinder jedes Alters, dabei nehmen sie viele Eindrücke vom landwirtschaftlichen Leben und der Produktion regionaler Lebensmittel mit nach Hause.

Einen erlebnisreichen Vormittag hatten die 21 Vorschulkinder des Kindergartens St. Andreas aus Winklarn auf dem Bauernhof von Gerhard und Doris Walbrun in Berg. Begleitet wurden die "Landgänger" von Erzieherin Eva Kramer und Kinderpflegerin Julia Vogl. Drei Generationen wohnen auf dem Hof. Sohn Florian Walbrun führte die Gäste zum neu errichteten Stall, der erst Anfang November 2014 in Betrieb genommen wurde und für 70 Tiere Platz bietet. Bei der Besichtigung des modernen Milchviehbetriebes konnten die Kinder live erleben, wie die Kühe mit dem Melkroboter gemolken wurden.

Die Kühe sind in großen Laufställen untergebracht. Mit reichlich Tageslicht und Frischluft sind sie getrennt nach Milchkühen, Kalben und tragenden Kühen aufgeteilt. Mehrmals täglich (etwa drei bis sechs Mal) durchqueren die Kühe, die mit einem Sender ausgestattet sind, den Melkroboter, an dessen Ende das Rind zusätzliches Kraftfutter erwartet. Lasergesteuert reinigt der Roboter als erstes das Euter, bevor der eigentliche Melkvorgang beginnt. Eine Kuh, die gerade gemolken wurde, gab 18 Liter Frischmilch an die Anlage ab.

Auch viele Kälbchen waren zu sehen und konnten gestreichelt werden. Ein Leben auf dem Bauernhof ist vielseitig, spannend und vor allem erlebnisreich. Den Wissenshungrigen erklärte Gerhard Walbrun, was so eine Kuh am Tage braucht. Besonders toll fanden es die Kinder, als sie die Tiere füttern durften. Mit Schaufel und Händen brachten sie den Kühen das Futter. Das Vieh wird optimal in der Stallung versorgt, große Rollbürsten massieren den Rücken und sorgen für zusätzliches Wohlsein. Auf dem großen Bauernhof sind derzeit 38 Milchkühe am Roboter angeschlossen. Beeindruckt waren die Kinder, als ein großer Tanklastwagen die gekühlte Milch abholte.

Der Bauer erklärte den Kindern den Weg der Milch vom Stall über die Molkerei, den Supermarkt bis nach Hause. Was daraus alles gemacht wird, interessierte die Kids natürlich auch, beispielsweise Käse, Quark, Joghurt, Butter und Sahne. Sie staunten nicht schlecht, als Oma Therese Ruhland zeigte, wie schnell Butter gemacht werden kann und auch noch gut schmeckt. Fürs leibliche Wohl gab es Erdbeerkuchen, Küchel, Butterbrote und frische Erdbeermilch, bevor die Kinder mit Bussen die Heimreise antraten.
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