Neue Schießwarte ausgebildet

Die Teilnehmer am Schießwartlehrgang löcherten Ausbilder Alois Obermeier (links) mit Fragen. Bild: dl
Lokales
Thanstein
02.05.2015
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Es gibt zehn Grundregeln für den Umgang mit Waffen und Munition. Das Aufsichtspersonal an den Schießständen im Gau kennt aber nicht nur diese. Bei einer Aus- und Weiterbildung beantwortete Alois Obermeier viele Fragen rund um den Schießsport.

Zum Neuerwerb und zur Auffrischung der Lizenz der Schießwarte fand eine Aus- und Weiterbildung durch den Oberpfälzer Schützenbund (OSB) im Thansteiner Schützenheim statt. Alle ehrenamtlichen Funktionäre und Schützen im Schießsport wurden durch Alois Obermeier geschult und bestanden die Prüfung.

Das Lehrgangsangebot nutzen 20 Teilnehmer aus den Vereinen Pirkhof, Weiding, Gaisthal, Muschenried, Pertolzhofen, Thanstein und Kaspeltshub. Zweiter Gauschützenmeister Ludwig Dirscherl begrüßte als Hausherr die Lehrgangsteilnehmer und stellte den Referenten vor. Der Gesetzgeber schreibt jedem Schießstandbetreiber vor, eine oder mehrere verantwortliche Aufsichtspersonen zu bestellen. Das eingesetzte Fachpersonal wird als Aufsicht oder als Schießleiter auf den Schießständen benötigt. Die Aufsichtsperson muss sachkundig und mindestens 18 Jahre alt sein. Die Ausbildungsgebiete umfassten das Waffenrecht und die Sportordnung des Deutschen Schützenbundes.

Ab 12 Jahren können Kinder am Schießbetrieb eines Vereines mit Luftdruckwaffen teilnehmen. Das Mindestalter für das Schießen mit Großkaliberwaffen beträgt 18 Jahre. Ausführlich ging Obermeier auf Begriffe im Umgang mit Waffen und Munition ein. Dabei erklärte er besonders den Unterschied von Erwerb, Besitz, Überlassen, Führen, Verbringen, Schießen und Mitnahme von Waffen.

Schusswaffen sind Gegenstände, die zum Angriff oder zur Verteidigung, zur Signalgebung, zur Jagd, zur Distanzinjektion, zur Markierung, zum Sport oder zum Spiel bestimmt sind und bei denen Geschosse durch einen Lauf getrieben werden, so Obermeier. Weitere Themen waren die Handhabung der Sportgeräte, die Aufbewahrung von Waffen und Munition. In die Benutzung von Schießstätten und in das Notwehr- und Notstandsgesetz wurde eingewiesen. Alois Obermeier beantwortete viele Fragen und informierte über die rechtlichen Bestimmungen des Waffengesetzes. Ausführlich ging er auf die zehn Grundregeln für den Umgang mit Waffen und Munition, sowie auf die vom Schießsport ausgeschlossenen Schusswaffen ein.

Im zweiten Teil der Schießwartausbildung vermittelte Obermeier den Aufbau, die Handhabung und die umfangreiche Regelkunde der neuen Sportordnung. Bestandteil seiner Ausführungen waren die vielfältigen Aufgaben einer Standaufsicht und des Schießleiters.
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