Ohne Zwist zu neuer Ordnung

Zum Erinnerungsfoto stellten sich nach 25 Jahren im Dienst einer Flurneuordnung Altbürgermeister Alfons Kramer, Baudirektor Peter Schmucker, Baudirektor Georg Braunreuther, Bürgermeister Walter Schauer, ehemaliger Vorsitzender Martin Schnabrich, Georg Dirnberger und ehemaliger Vorsitzender Ewald Haunschild (von links). Bild: bej
Lokales
Thanstein
02.11.2015
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"Gut Ding will Weile haben", sagt eine alte Redensart. Bezogen auf das Verfahren zur Flurneuordnung und Dorferneuerung Kulz waren die Beteiligten vom "ausgezeichneten Ergebnis" überzeugt. Das Verfahren dauerte 25 Jahre, das ist aber nicht der einzige Grund, warum die Erleichterung nun groß ist.

Bei einer Abschlussfeier würdigten die Verantwortlichen die Leistungen, hielten Rückschau und sprachen Worte des Dankes aus. Bei der abschließenden Bilanz im Krämerhof Kulz waren Bürgermeister Walter Schauer, Leitender Baudirektor Peter Schmucker vom Amt für Ländliche Entwicklung und Altbürgermeister Alfons Kramer vertreten, unter dessen Amtszeit viele Maßnahmen eingeleitet wurden. Auch Jürgen Steinbauer (VG Neunburg), der als Bauamtsleiter mit dem Verfahren betraut war, begutachtete das Ergebnis.

Nicht ohne Fördermittel

Drei Vorsitzende gab es während der Maßnahme in der Teilnehmergemeinschaft Kulz: Ewald Haunschild (1990 bis 1996), Martin Schnabrich (1996 bis 2008) und Baudirektor Georg Braunreuther. "So einen Partner wünscht man sich", bestätigte Walter Schauer die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Amt für Ländliche Entwicklung. Kurz erläuterte er die wichtigsten Eckpunkte aus gemeindlicher Sicht, vergaß aber nicht, an die Grundsteinlegung des Verfahrens am 10. April 1990 unter der Amtszeit des damaligen Bürgermeisters Johann Bauer zu erinnern. Dorferneuerung, Flurneuordnung und Wasserbaumaßnahmen konnten nur mit Hilfe staatlicher Fördermittel erledigt werden. "Das wichtigste für mich ist aber zum Schluss des Verfahrens, dass kein bleibender Unfriede und kein Streit entstanden ist, denn es mussten immerhin 80 Prozent der Grundstücksbesitzer für das Verfahren stimmen", so Schauer.

Abteilungsleiter Peter Schmucker erinnerte an die Anfänge des Verfahrens und hob insbesondere die Maßnahme "Prackendorfer und Kulzer Moos" hervor, für die der Bayerische Staatspreis 2001/2002 vergeben worden war. "Das hat Seltenheitswert" freute sich Schmucker. Mit Hinblick auf den Verfahrensbeginn zur Dorferneuerung in Thanstein im November 2015 meinte er als Resümee: "Der Kreis schließt sich."

Georg Dirnberger nannte in seiner Funktion als Wegbaumeister des Vorstandes markante Stationen des 821 Hektar umfassenden Verfahrens. Der allgemeine Grundabzug betrug 3,7 Prozent, die endgültigen Kosten für die Grundeigentümer beliefen sich auf 450 Euro pro Hektar. "Das war sehr sparsam gewirtschaftet", lobte Dirnberger die Maßnahme, die für die Flurordnung immerhin Kosten in Höhe von 3,7 Millionen Euro entstehen ließ.

4,9 Millionen Euro

Die Gesamtausgaben beliefen sich auf 4,9 Millionen Euro, die staatlichen Zuschüsse betrugen 3,3 Millionen Euro. Die Eigenleistungen summierten sich auf 600 000 Euro. Von gemeindlicher Seite wurde etwa eine Million Euro aufgewendet.

Georg Dirnberger dankte dem kompletten Vorstandsgremium, dem Amt für Ländliche Entwicklung und betitelte die Maßnahme abschließend als "Segen für Kulz". (Hintergrund)
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