Stabil auch durch stürmische Zeiten

Forstdirektor Wolfhard-Rüdiger Wicht vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Schwandorf (rechts) war erfreut über den gelehrigen Nachwuchs von der Neunburger Berufsschule. Die Schüler konnten zeigen, dass sie in kurzer Zeit schon sehr viel über eine Pflanzung im Wald gelernt haben. Bilder: frd (2)
Lokales
Thanstein
25.04.2015
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Wenn das Klima wärmer wird, tut sich manche angestammte Baumart schwer. Wie der Wald trotzdem künftige Stürme und Hitzeperioden überstehen soll, haben Waldbesitzern bei einer Fortbildung erfahren.

"Forstkulturen richtig begründen" lautete das Thema der Fortbildung für Waldbesitzer im Pfarrwald von Thanstein. Forstdirektor Wolfhard-Rüdiger Wicht vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und Revierleiter Fritz Reichert setzen für die Zukunft auf die Auswahl besonders gut geeigneter Baumarten. Aber auch durch fachgerechtes Pflanzen könnten die Bäume auf die zu erwartenden Stürme in den nächsten Jahrzehnten vorbereitet werden.

Dabei sollen die widerstandsfähigeren Bäume das "Gerüst" für diejenigen Bäume bilden, die den Sturmgewalten nicht so leicht standhalten können. Wie das funktioniert zeigten in einer Kooperation Vertreter dreier Institutionen aus Neunburg, die alle mit Wald zu tun haben: Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), die Waldbauernvereinigung Neunburg-Oberviechtach (WBV) und das Berufliche Schulzentrum Oskar-von-Miller Schwandorf mit der Neunburger Außenstelle.

Für perfekten Start

Die 16 Schüler der 10. Klasse, die sich in der Ausbildung zum Forstwirt befinden, demonstrierten, wie die angelieferten Pflanzen zunächst richtig eingeschlagen werden. Fachgerecht kümmerten sie sich um den Wurzelschnitt und gingen dann über zu einer Pflanzung von Tannen und Douglasien mit Hohlspaten und im Rhodener Pflanzverfahren (für Bäume mit größeren Wurzeln).

Die Waldbesitzer konnten erfahren, wie man Containerpflanzen behandelt und Forstkulturen durch "Wuchshüllen" und eine "Stachelbaum" vor Verbiss und Verfegen durch Rehwild schützt. Auch der Abteilungsleiter für Forstwirtschaft an der Berufsschule, Klassenleiter Studiendirektor Leonhard Riedmeier und der Geschäftsführer der Waldbauernvereinigung, Alfons Vogl, schauten den Schülern bei ihrer Vorführung der korrekten Ppflanzung über die Schulter. Die Neunburger Außenstelle de Berufsschule unterrichtet alle Auszubildenden aus Bayern die den Beruf Forstwirt gewählt haben. Rund 190 Auszubildende erhalten dort in diesem Schuljahr Blockunterricht.
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