Zukunft in die Hand nehmen

Baudirektor Hans-Peter Schmucker, Architekt Gottfried Blank (zweite Reihe Mitte, von links) und Bürgermeister Walter Schauer (hinten rechts) freuten sich über die rege Teilnahme der Thansteiner am Seminar zur Dorferneuerung.
Lokales
Thanstein
01.12.2015
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Stärken und Schwächen sind analysiert. Jetzt wollen die Bürger den Hebel bei der Dorferneuerung auf einem zentralen Platz ansetzen und dabei auch die ungenutzte Grundschule einbeziehen.

Gemeinsam suchten Thansteiner Bürger die Kernprobleme des Ortes und fanden Lösungsvorschläge für eine bessere Zukunft. Bei einem Seminar einigten sich Alt und Jung, dass die Gestaltung der Dorfplatzmitte und die alte Grundschule Schwerpunkte bei der anstehenden Dorferneuerung sein sollen. 28 Bürger nahmen an einem Seminar in Paulsdorf bei Amberg teil und entwickelten gemeinsam ein handfestes Konzept für ihren Ort.

Heimat gestalten

Die Seminargruppe bestand aus Gemeinderäten, Vereinsvorsitzenden aber auch mehreren Jugendlichen und interessierten Bürgern. Leiter der zweitägigen Veranstaltung war Baudirektor Hans-Peter Schmucker vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE). Der begleitende Planer, Landschaftsarchitekt Gottfried Blank, und der zuständige Baurat Martin Stahr unterstützten den Aktionsplan, der unter dem Motto "Bürger gestalten ihre Heimat" steht.

Nach der Vorstellungsrunde und einem Rückblick auf die Dorfbegehung stellte Martin Stahr die aktuellen Probleme eines ländlichen Raumes vor. In der ersten Arbeitsphase waren die Teilnehmer gefordert, in Gruppenarbeiten die Stärken und Schwächen des Heimatortes zu analysieren. Dabei kristallisierten sich bereits Handlungsschwerpunkte heraus. Als Priorität wurden die Themenfelder Dorfplatzgestaltung, Kultur und Freizeit, Jugend, "Rund um Kirche und Burgturm", Senioren, Versorgung und Infrastruktur, Durchgangsstraße und Dorfgemeinschaft eingereiht.

In der Ortsmitte soll ein multifunktional nutzbarer Dorfplatz entstehen, der sich sowohl zum alltäglichen Verweilen aus auch für Dorffeste eignet. Er wird zugleich Informationszentrum für Einheimische und Gäste. Die Dorfmitte, zu der auch Straßen, Kreuzungen und die Grundschule zählen, sollen dabei gestalterisch und funktional strukturiert werden.

Schule reaktivieren

Eine geordnete Parkplatzsituation und verkehrsberuhigende Straßengestaltung werden berücksichtigt. Ebenso soll den speziellen Bedürfnissen der Platznutzer (Alt und Jung) und den privaten Anliegern bestmöglich Rechnung getragen werden. Die ungenutzte Grundschule soll mit neuen Funktionen reaktiviert werden. Alles mit dem Ziel, das Dorfleben und das Ortsbild lebenswerter zu machen.

Entscheidend und langfristig soll sich für die Dorfgemeinschaft auch das Kultur- und Freizeitangebot ändern. Ziel ist es, frühere Aktivitäten in den Bereichen Kultur und Brauchtum wieder zu beleben. Dabei sollen geeignete Räumlichkeiten zum Theaterspiel, zu Volkstanz und für Musikkapellen zur Verfügung gestellt werden. Für das alte Schulhaus ist eine umfassende Sanierung vorgesehen. Es soll für soziale, kulturelle und gemeindliche Zwecke genützt werden. Die Aufwertung und Instandsetzung von Plätzen und Straßen sowie die Sanierung von Natursteinmauern gehören ebenfalls zum Konzept.

Erweitert soll das Angebot an Freizeit- und Sportmöglichkeiten in Ortsnähe werden. Dabei ist geplant den "Feierweiher" einschließlich seines Umfeldes zum Badeweiher umzugestalten. Für größere Dorffeste werden passende Freiflächen gesucht, die auch anderweitig genützt werden können, beispielsweise als Sommerstockbahn. Bürgermeister Walter Schauer zeigte sich begeistert von den vielen Ideen.
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