Förderung auf anderen Wegen

Eine Weiternutzung der ehenmaligen Schule als Tagespflegeeinrichtung ist eine Möglichkeit, die die Thansteiner Gemeindevertreter ins Auge fassen. Bild: bej
Politik
Thanstein
12.10.2016
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Um neues Leben in die einstige Grundschule zu bringen, wollte die Gemeinde in den Topf des Kommunalinvestitionsprogramms (KIP) greifen. Jetzt steigt Thanstein zwar aus der Förderung aus, doch das Projekt wird trotzdem weiter verfolgt.

Der Gemeinderat ermächtigte Bürgermeister Schauer in der jüngsten Sitzung den Förderantrag für das Projekt "Mehrgenerationenplätze" bei den entsprechenden Ämtern zu stellen. Die Gemeinde übernimmt die Ko-Finanzierung und die nicht durch Zuschüsse gedeckten Kosten. Sie sichert die laufende Pflege und den Unterhalt auf 12 Jahre zu und wird auch eventuelle Defizite übernommen.

"Nicht machbar"


Zwar einigten sich die Räte in einer früheren Sitzung zur weiteren Vorgehensweise beim Grundschulgebäude sich um eine Förderung über Förderverfahren KIP zu bemühen. Daraufhin fand auch eine Prüfung hinsichtlich des Bedarfs an Sozialwohnungen statt. Allerdings haben sich nun Details ergeben, die einen erneuten Beschluss notwendig machten. Denn sollte nach KIP gefördert werden, müsste das alte Schulhaus bei der Kirche entweder saniert oder mit Ersatzbau abgerissen werden. Würde nun das neuere Schulgebäude auch saniert, hätte die Gemeinde zwei Gebäude zu unterhalten.

"Das ist auf Dauer nicht machbar" so Walter Schauer, der damit auch die Zustimmung der Ratskollegen fand. Es wurden daraufhin verschiedene Alternativen diskutiert. Wie bereits berichtet, ist gibt es in Stefan Hammerl einen Interessenten für den Betrieb einer Tagespflege-Einrichtung. Bei einem Informationstermin waren auch acht Bürger an einer Nutzung zur Tagespflege interessiert. Weitere Möglichkeiten seien der Verkauf des Gebäudes, die Sanierung oder der Abriss mit Planung eines Baugebietes. Auch ein Teilabriss im Verlauf der Dorferneuerung steht zur Diskussion, es biete sich dann eine Sanierung mit gemeindlicher und Wohnnutzung an oder mit gemeindlicher Nutzung und als Tagespflege mit Wohneinheiten. Bürgermeister Schauer stellte jedoch klar heraus, dass eine bauliche Veränderung des Gebäudes bei Nutzung der KIP-Förderung ausgeschlossen sei.

Nach längeren Gesprächen war man sich einig aus der KIP-Förderung auszusteigen. Für das alte Schulgebäude wird ein Abriss und Neubau (in verkleinerter Form) vorgesehen. Eine Förderung dafür ist im Zuge der Dorferneuerung beabsichtigt. Das andere Schulgebäude soll, wenn eine Nutzung nicht aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten darstellbar erscheint, im Verlauf der Dorferneuerung abgerissen werden. Außerdem ist ein Vertrag mit dem Vorhabenträger Stefan Hammerl vor Beginn der Maßnahme abzuschließen. Für die Planungen ist ein geeigneter Architekt zu beauftragen, sollte dies über die Dorferneuerung nicht möglich sein. Alternativ ist eine Übertragung der Planung an den Vorhabenträger möglich.

Weiterhin soll ein Energienutzungsplan für die Tagespflege mit Wohneinheiten erstellt werden. Es wird beabsichtigt die Photovoltaikanlage auf dem Hauptgebäude des Vorhabenträgers wieder zu montieren (Anmietung der notwendigen Dachflächen). Sollte dies nicht möglich sein, ist zu prüfen, ob eine Aufteilung auf gemeindliche Objekte möglich ist. Als dritte Variante steht der Verkauf der Anlage im Raum.

Besichtigungsfahrt


Bürgermeister Walter Schauer wies noch darauf hin, dass am Dienstag, 27. Oktober, um 14 Uhr (Abfahrt am Dorfplatz Thanstein) eine Besichtigungsfahrt zum Gesundheitszentrum Waldthurn stattfindet. Dort gibt es eine Wohngruppe, Betreutes Wohnen und eine Tagespflege. Interessierte können sich vor Ort informieren. Für andere Zustiegsmöglichkeiten sollen sich Interessenten mit Brigitta Pittner in der Verwaltungsgemeinschaft Neunburg in Verbindung setzen, Telefon 09672/920511.
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