Strom und Regenwasser im Fokus

Professor Dr. Markus Brautsch, vom Institut für Energietechnik der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg- Weiden, informierte die Gemeinderäte über den Energienutzungsplan. Bild: frd
Politik
Thanstein
06.09.2016
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Damit es Zuschüsse bei der Dorferneuerung gibt, muss die Gemeinde Thanstein einen Energienutzungsplan ausarbeiten. Ein Experte vom Institut für Energietechnik stellte bei der Gemeinderatssitzung den Ablauf vor. Und da war noch die Frage, ob Versickerungsanlagen die Gemeindestraßen schädigen.

Wie viel eine Kommune durch energiesparende Maßnahmen einsparen kann, ist bei der Gemeinderatssitzung in Thanstein deutlich geworden. Professor Dr. Markus Brautsch vom Institut für Energietechnik der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg- Weiden erläuterte die Erstellung eines Energienutzungsplanes.

Wärme-Kataster


Dessen Ergebnisse werden, wo immer es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, in die Dorferneuerungsmaßnahmen der Ortsteile Thanstein/Ebersdorf integriert. Aber auch für alle anderen Gemeindeteile, wird dieser Plan erstellt. Die einzelnen Phasen des Planes umfassen die Erfassung des energetischen "Ist-Zustandes" mit Erstellung eines Wärme-Katasters, die Erfassung der Potenziale für eine mögliche Einsparung, einen Maßnahmenkatalog und die detaillierte Berechnung ausgewählter "Leuchtturmprojekte". Ein Schwerpunkt sollte auch der Ausbau energetischer Energien sein, wobei das vorhandene Potenzial an Biomasse oder Nutzung der Sonnenenergie die Grundlage bildet. Das Ergebnis wird ein lokal greifbarer und realistisch umsetzbarer Maßnahmenkatalog sein. Über Projekte, die dann verwirklicht werden sollen, muss der Gemeinderat nach Wirtschaftlichkeitsberechnungen entscheiden.

Planung vorlegen


Einen breiteren Raum bei der Sitzung im Feuerwehrgerätehaus Thanstein nahm der Tagesordnungspunkt "Grundstücksentwässerung - Bau von Versickerungsanlagen" ein. Hier wies Bürgermeister Walter Schauer eindringlich auf die Notwendigkeit hin, der Gemeinde "vor Baubeginn" die entsprechenden Planungsunterlagen vorzulegen, da die Schädigung eines Dritten (Nachbarn, Gemeinde) unbedingt vermieden werden müsse.

Dringt das abgeleitete Wasser bei unsachgemäßer Erstellung einer Entwässerungsanlage in ein Nachbargrundstück, in einen Nachbarkeller oder auch in einen Straßenunterbau ein, so könnten die dadurch verursachten Schäden sehr hoch sein. Mögliche Streitverfahren seien vorprogrammiert. Möglicherweise sei der Bau einer Entwässerungsanlage - im Vergleich mit den oft nur gering gestiegenen Abwasserkosten - auch unnötig und unrentabel. Auch hierüber sollte man sich vor dem Bau informieren, wurde betont.

Die neue Entwässerungssatzung der Gemeinde gibt es erst seit Jahresbeginn. Die Trennung von Schmutz- und Niederschlagswasser bei der Berechnung hat einen wahren "Bauboom" ausgelöst, und das oft nur zwei bis drei Meter neben der Straße. Nun soll eventuell ein Gutachter eingeschaltet werden, um zu klären, ob Wasser, das in den Unterbau der Straßen eindringt, dort langfristig Schäden anrichten kann.

Von der Teilaufhebung des Bebauungsplanes und der Einbeziehungssatzung "Östlich der Kröblitzer Straße" in der Nachbargemeinde Neunburg vorm Wald nahmen die Räte lediglich Kenntnis, da eigene Interessen nicht tangiert sind.

Als nächsten Schritt des ILE-Programms (Integrierte Ländliche Entwicklung) müssen die Projekte für die Beteiligung der eigenen Gemeinde genannt werden. Hier wurden als Projekte die Innenentwicklung der Gemeindeteile Berg, Kiesenberg und Jedesbach im Rahmen der anstehenden Dorferneuerung genannt. Der Vorsitzende gab noch nichtöffentlich gefasste Beschlüsse bekannt. Mit den Leistungen für Erdarbeiten und dem Erstellen der Bodenplatte für die Dorfscheune in Dautersdorf wurde die Firma Franz Wilhelm aus Neunburg beauftragt.

Die Instandsetzungsarbeiten am Hauptdammweg wird die Firma Erwin Fischer aus Voitsried ausführen. Die Firma Schuierer wurde mit der Lieferung des Großflächenmähers Grillo beauftragt, der sich bereits zur vollsten Zufriedenheit im Einsatz befindet (siehe unten).
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