Weichenstellung beim Brandschutz in Kulz
Neues Auto in Sammelbestellung

Politik
Thanstein
15.01.2016
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Schon nächstes Jahr soll die Feuerwehr Kulz mit einem neuen Fahrzeug ausrücken. Einstimmig hat der Gemeinderat die Weichen für die 75 000 Euro teure Investition gestellt. Sorgen bereitet weiterhin das Trinkwasser aus Dautersdorf.

Keine Gegenstimme hatte es im Gremium gegeben, als in nichtöffentlicher Sitzung im Dezember über eine Ersatzbeschaffung für das 30 Jahre alte Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) entschieden wurde. Mit dieser Information eröffnete Bürgermeister Walter Schauer die erste Gemeinderatssitzung im neuen Jahr.

Fest steht, dass die Kulzer Truppe wieder ein TSF erhalten wird. Bei erwarteten Kosten von 75 000 Euro, rechnet der Bürgermeister mit etwa 26 600 Euro Zuschuss. Das wären zehn Prozent mehr als eigentlich üblich, und diese Zugabe gibt es, weil Thanstein beim Kauf mit der Stadt Neunburg kooperiert.

Beide Gemeinden wollen im Paket insgesamt fünf TSF anschaffen - Neunburg vier, Thanstein eines. Durch diese Vorgehensweise sollen Kostenvorteile herausspringen. Weil dafür aber eine europaweite Ausschreibung nötig ist, wird der Vorgang einem Planungsbüro übergeben. Der Bürgermeister meint, dass frühestens im April/Mai die Ausschreibung beginnen kann. Im Verlauf des Jahres 2017 soll das neue Gefährt dann in Kulz eintreffen.

Die Zeit bis dahin muss die Wehr mit ihrem alten Fahrzeug überbrücken. Das aktuelle TSF sei repariert und funktioniere wieder, so Schauer. Demnächst werde noch der Kühler ausgetauscht. Wegen der Ausstattung des neuen Fahrzeugs werden sich Feuerwehr und Gemeinde abstimmen. Bisher sei angedacht, den Kauf einer Pumpe - "das alte Gerät ist eigentlich in gutem Zustand" (Schauer) - noch um zwei bis drei Jahre zu schieben.

Walter Schauer teilte außerdem mit, dass das Dautersdorfer Trinkwasser weiterhin mit Keimen belastet sei und gechlort werden müsse. Seit Anfang Dezember würden alle zwei Wochen Proben genommen - "und nach wie vor sind Keime in der Quellfassung". In den Quellen 6 und 7 seien coliforme Bakterien registriert worden. "Bei jedem Regen kommt es anscheinend zu einem Eintrag", verdeutlichte der Bürgermeister. Das Wasser werde weiterhin gechlort, solange bis drei bis vier Proben hintereinander wieder positiv ausfallen.

Für die Zukunft müsse sich die Gemeinde Gedanken machen, ob der Bereich Dautersdorf ans Versorgungsnetz der Nord-Ost-Gruppe angeschlossen wird oder Geld in die Hand genommen werden soll, um eine UV-Anlage zur Abtötung der Keime zu kaufen. Bei staatlichen Stellen soll die Möglichkeit einer Förderung für Härtefälle abgeklärt werden.

Der Bürgermeister informierte, dass für den Bau der Dorfscheune in Dautersdorf die angrenzenden Nachbarn mittlerweile bereit seien, für eine Übernahme des Grenzabstandes zu unterschreiben. Dieses hatte das Landratsamt Schwandorf gefordert. Außerdem habe die Gemeinde am Ortseingang Kulz (aus Richtung Prackendorf) die Fläche zwischen dem Anwesen Dietl und der Straße erworben, um den Gehsteig verlängern zu können. Diese Anregung sei von Gemeinderat Michael Brandl gekommen.

Walter Schauer teilte außerdem noch mit, dass die geplante Oberbau-Verstärkung auf der Straße von Kulz nach Zengeröd vorzeitig ausgeschrieben werden darf. Für das Vorhaben sei ein erhöhter Fördersatz in Aussicht gestellt.
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