Bischof Dr. Rudolf Voderholzer besucht Thanstein
Mit Liebe die Welt gestalten

Unter großer Beteiligung der Bevölkerung sowie der Vereine wurde Bischof Dr. Rudolf Voderholzer am Pfarrhof offiziell begrüßt. Dabei war auch der Kinder- und Jugendchor "Mosaik" vertreten. Bilder: rkp (3)
Vermischtes
Thanstein
26.04.2016
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Der Bischof zeigte sich sehr beeindruckt vom Blumenteppich, den der Frauenbund frühmorgens mit viel Liebe zum Detail gelegt hatte.

Vor 19 Jahren, im Jahr 1997, wurde den Thansteinern das letzte Mal die Ehre zuteil, dass ein Bischof - damals Manfred Müller - die Pfarrei zu einer Kindersegnung besuchte. Aus diesem Grund lud Kirchenpfleger Erhard Köppl bei der Sternsinger-Aussendung im tschechischen Kladruby Bischof Dr. Rudolf Voderholzer nach Thanstein ein.

Dieser Einladung folgte er vergangenen Sonntag in Begleitung von Bischofskaplan Michael Dreßel. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung sowie der Thansteiner und Dautersdorfer Vereine wurde der Oberhirte des Bistums Regensburg am Pfarrhof offiziell durch Pfarrer Eugen Wismeth, Kirchenpfleger Erhard Köppl, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Elvira Köppl und musikalisch durch den Kinder- und Jugendchor "Mosaik" unter der Leitung von Paula Deml begrüßt. Trotz der Kälte schickte Petrus pünktlich zum Kirchenzug einige wärmende Sonnenstrahlen nach Thanstein.

Bei der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer angekommen, zeigte sich der Oberhirte sehr beeindruckt über den Blumenteppich, den einige Frauen des Frauenbundes frühmorgens mit viel Liebe zum Detail gelegt hatten. Den feierlichen Pontifikalgottesdienst in Anwesenheit der Fahnenabordnungen zelebrierte Bischof Rudolf gemeinsam mit Pfarrer Eugen Wismeth. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch den Thansteiner Kirchenchor unter der Leitung von Richard Waldmann.

Ins Pfarrheim übertragen


Aufgrund der vielen Teilnehmer wurde der Gottesdienst zusätzlich in das Pfarrheim mit Bild und Ton übertragen. Seine Predigt eröffnete Bischof Voderholzer, indem er auf die Deckengemälde in der Pfarrkirche einging, welche die Gesetzestafeln mit den 10 Geboten darstellen. Das alte Gebot "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" wird ergänzt durch das neue "Maß nehmen an Gott".

Jesus mache den ersten Schritt auf uns zu, von ihm erfahren wir Barmherzigkeit und dürfen diese weiterschenken, denn Liebe beginne die Welt zu gestalten. Mutter Theresa, welche im September 2016 heiliggesprochen wird, habe sich vom neuen Gebot ergreifen lassen, indem sie gegen das Leid der Ärmsten im indischen Kalkutta kämpfte, so der Festprediger. Ein weiteres Beispiel sei Domprediger Johann Maier, welcher mit seinen Bemühungen, die Stadt Regensburg Ende des zweiten Weltkriegs friedlich zu übergeben, als Saboteur genau vor 71 Jahren am 24. April 1945 auf dem Dachauplatz gehängt wurde. Ferner nannte der Bischof noch Pater Maximilian Kolbe, der im Konzentrationslager Auschwitz sein Leben für den zum Tode verurteilten Familienvater Franciszek Gajowniczek eintauschte.

Dieser war im hohen Alter bei der Heiligsprechung von Kolbe im Jahr 1982 in Rom tief betroffen und dankbar dabei. Weiterhin ging Bischof Rudolf auf die Eucharistie ein, in der die Worte "für Euch" eine bedeutende Rolle spielen. Die Eucharistie sei wichtig, darum sei auch ein Pfarrer wichtig. In diesem Zusammenhang dankte der Oberhirte Pfarrer Eugen Wismeth für seinen Dienst in der Pfarreiengemeinschaft. Sein Dank galt außerdem allen Verantwortlichen und Mitwirkenden der Pfarrei, sowie allen kirchlichen und weltlichen Vereinen und nicht zuletzt den Eltern und Großeltern, welche den Glauben an die Kinder bzw. Enkelkinder weitergeben.

Foto mit Ministranten


Zudem würdigte der Bischof das gute Miteinander von Jung und Alt, was eine lebendige Kirche ausmache. Nach dem Pontifikalgottesdienst erklärte sich Bischof Rudolf gerne zu einem Gruppenfoto mit den Ministranten und Erstkommunionkindern bereit. Bevor Bischof Rudolf Voderholzer am Nachmittag seine Heimreise antreten konnte, überreichte ihm der Dautersdorfer Kirchenpfleger Andreas Meixensberger Informationsmaterial zur Wallfahrtskapelle Schönbuchen und zur Dautersdorfer Filialkirche.

Für alle Anwesenden und Mitwirkenden wird dieser Tag sicherlich unvergesslich bleiben und den Glauben auf lange Zeit festigen.
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