Glasfasernetz in Thanstein nimmt Betrieb auf
Bites und Bytes fließen schneller

"Endlich schnell" sagt das Schild mit grünen Leuchtbuchstaben, das Amplus-Mitarbeiter Josef Seidl (Zweiter von rechts) präsentiert. Zum offiziellen Startschuss des Glasfasernetzes drücken VG-Geschäftsstellenleiter André Schille, Bürgermeister Walter Schauer und Amplus-Kommunalbetreuer Dr. Johannes Böhm (von links) den symbolischen Startknopf. Mit Ludwig Himmelstoß (rechts) nahm ein weiterer Amplus-Vertreter an diesem Anlass teil. Bild: Mardanow
Vermischtes
Thanstein
29.09.2016
140
0

Der Anschluss an die Zukunft ist geschafft: Mit dem neuen Glasfasernetz in Thanstein gehört das Schneckentempo beim Surfen im Internet der Vergangenheit an. Vertreter von Gemeinde und Amplus AG drückten gemeinsam den Startknopf.

-Kulz. Am Verteilerkasten in der Ortsmitte von Kulz erfolgte am Mittwoch die offizielle Inbetriebnahme des Glasfasernetzes der Gemeinde Thanstein. Bürgermeister Walter Schauer hieß dazu neben Vertretern der Amplus AG auch Gemeinderat Bernhard Kramer willkommen. Schauer rief die Unterzeichnung des Vertrags zum Breitbandausbau am 1. Juli des Vorjahres in Erinnerung, die Arbeiten begannen schließlich heuer im April. Der Bürgermeister lobte die Arbeit des mit dem Tiefbau beauftragten Unternehmens Nibler aus München. Währen der Bauphase habe es lediglich "überschaubare Schwierigkeiten" gegeben.

Fast komplett erschlossen


Nun seien die Arbeiten abgeschlossen, und seit 1. August laufe bereits das Glasfasernetz. "Wir haben damit unseren Bürgern eine Zukunftstechnologie bereitgestellt." Bis auf zwei Anwesen sei das gesamte Gemeindegebiet jetzt mit schnellem Internet erschlossen. Dank der Kooperationsbereitschaft von Amplus konnten zusätzlich zwei Stromkabel für Kläranlage und Straßenbeleuchtung mitverlegt werden.

Im Gegensatz zu den anderen Gemeinden im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft erhält Thanstein für den Anschluss an die Datenautobahn nur 80 Prozent Zuschuss aus dem Breitbandförderprogramm des Freistaates Bayern. Bei einer Wirtschaftlichkeitslücke von 780 786 Euro beläuft sich der Eigenanteil auf rund 160 000 Euro. "Und die haben wir gut investiert", stand für den Bürgermeister fest. In Sachen Internet-Versorgung sei die Gemeinde nun auf einem sehr guten Stand.

Verärgert zeigte sich Bürgermeister Walter Schauer über die Telekom. Diese sei im Gemeindeteil Dautersdorf seit über einem halben Jahr nicht in der Lage, einen benötigen Kabelverzweiger herzustellen, um damit den Lückenschluss bis in die Häuser über die bestehende Telefonleitung auf den Weg zu bringen. Die Freischaltung des Ortsteils werde dadurch blockiert.

Dr. Johannes Böhm, zuständiger Kommunalbetreuer der Amplus AG, wartete mit technischen Details auf. Insgesamt seien im Gebiet Thanstein rund 24 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt worden, durch drei Kabelverzweiger würden knapp 250 Adressen erschlossen. Wie aus einer Pressemitteilung von Amplus hervorgeht, erhalten davon 202 Adressen im Ortskern eine Bandbreite von mindestens 30 Megabit pro Sekunde.

"Wichtiger Standortfaktor"


In den Ortsteilen Jedesbach, Jedesbacher Mühle, Hebersdorf, Berg, Klonnerhof, Haindlhof, Bayerhof, Tännesried, Wagnerhof, Weihermühle, Thannmühle, Ziegelhütte, Kiesenberg und Neudeck bringe Amplus 71 weitere Adressen sogar mit einer Glasfaserleitung bis ins Haus auf Touren. Der Kommunalbetreuer betonte, dass sich das Unternehmen als Partner der Gemeinde sehe, die Anbindung ans schnelle Internet stelle für Thanstein einen wichtigen Standortfaktor dar.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.