"Halber Kulzer" feiert Nachprimiz

Neupriester Thomas Fischer (Mitte) dankte den Vertretern der Vereine und auch Bürgermeister Walter Schauer (links) und Pfarrer Eugen Wismeth (Vierter von links) für die sehr gute Aufnahme in Kulz. Bild: bej
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Thanstein
05.08.2016
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"Es war mir eine Herzensangelegenheit mit euch hier Nachprimiz zu feiern" freute sich Neupriester Thomas Fischer aus Prackendorf beim Abendgottesdienst in Kulz. Und er verriet auch warum.

-Kulz. Zwar kommt Thomas Fischer aus Prackendorf, doch er ist sich auch der familiären Wurzeln in Kulz bewusst: Seine Mutter war vor ihrer Heirat in dem Ort daheim.

Musikalisch angeführt von der "Heibodn Musi", bewegte sich ein Kirchenzug zur Expositurkirche mit den Ortsvereinen, Fahnenabordnungen, Bürgermeister Walter Schauer, Pfarrer Eugen Wismeth und dem Primizianten Thomas Fischer, der am 3. Juli in seiner Heimatpfarrei Dieterskirchen Primiz gefeiert hatte. Im festlich geschmückten Gotteshaus begrüßte der Kulzer Kirchenchor, unterstützt von der Landjugend, die Besucher mit dem Lied "Beginne du all meine Tage."

In seiner Predigt nahm der Primiziant zunächst Bezug auf den Terror der vergangenen Wochen. So würden Ängste geschürt, die die menschliche Freiheit einschränken, meinte er. Angst könne aber auch durch fehlende materielle Sicherheit entstehen. Im Hinblick auf das Evangelium stellte er klar, dass Jesus grundsätzlich Wohlstand nicht kritisiere. Jedoch solle den Gläubigen bewusst sein, dass Reichtum auch Gefahren berge. Leicht könne Gott vergessen werden, wenn die Gedanken nur um Besitz und Wohlstand kreisen. Auch das Gottvertrauen könne verschwinden, wie auch die Fähigkeit zu danken. "Und ganz groß ist die Gefahr, dass Habsucht entsteht." Abschließend betonte der Jungpriester, dass Liebe, Geborgenheit und auch das Leben Geschenke seien, die man nicht kaufen kann. Zum Schluss der Feier erteilte er den Primizsegen.

Nach dem Gottesdienst begrüßte Kirchenpfleger Michael Brandl Thomas Fischer, dessen Familie und die Gäste zum Stehempfang im Dorfgemeinschaftshaus und dankte für seine Bereitschaft Gottesdienst zu feiern. Die voll besetzte Kirche zeuge von der guten Aufnahme des Neupriesters. Schließlich überreichten Abordnungen der Ortsvereine - Feuerwehr/Thomas Krämer, SKK Kulz/Hans Krämer, Gartenbauverein/Erika Krämer, Landjugend/Maximilian Weingärtner, Stammtisch Kulz/Michael Kramer - eine kleine Aufmerksamkeit an Thomas Fischer und wünschten dem "halben Kulzer" alles Gute auf seinem Weg. Bürgermeister Walter Schauer erinnerte an die Primizfeier als "unvergessliches Erlebnis" und wünschte dem Jungpriester "behalte deinen Humor." Pfarrer Eugen Wismeth dankte der Familie von Thomas Fischer, "denn nur im richtigen Umfeld können geistliche Berufe wachsen".
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