Mathias Dirnberger spürt Tiere in Feldern auf, damit diese nicht durch Landmaschinen umkommen
Drohne rettet Rehkitzen das Leben

Vermischtes
Thanstein
01.07.2015
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"Leben retten mit einer Drohne" - so heißt die Devise, welcher sich der gelernte Landwirt Mathias Dirnberger aus Kulz hingegeben hat. Schon seit zweieinhalb Jahren überfliegt er mit seinem "Hexacopter" Felder und Wiesen - und weiß, dass er damit schon vielen Rehkitzen das Leben gerettet hat.

Gerade jetzt in der Sommerzeit, wenn Felder und Wiesen abgeerntet werden, ist es für die Grundbesitzer ratsam, sich vor dem Mähzeitpunkt mit Dirnberger in Verbindung zu setzen. Rehkitze werden vom Muttertier oft im vermeintlichen Schutz des Wuchses einer Wiese zurückgelassen. Diese fliehen auch nicht vor der herannahenden Mähmaschine und werden so qualvoll zerfetzt. Derartige Schicksale können vermieden werden, wenn Landwirte mit dem Agrarservice von Mathias Dirnberger Verbindung aufnehmen.

Giftstoffe aus Kadaver

Mit dessen Fluggerät können versteckte Tiere rechtzeitig entdeckt und geborgen werden. In 30 Metern Höhe kann der "Hexacopter" innerhalb einer Stunde bis zu zehn Hektar Land überfliegen und mit den beiden an Bord befindlichen Kameras die Tiere aufspüren. Dabei fällt der Wärmebildkamera die dominierende Rolle zu. Bei 28 Grad Körpertemperatur entgeht ihr nur kaum ein Lebewesen im zu überprüfenden Bereich.

"Doch es geht dabei nicht nur um den Schutz der Wildtiere", betont Mathias Dirnberger, "denn ein beim Mähen getötetes Tier kann auch den Stalltieren gefährlich werden, vor allem bei der Silage. Teile eines getöteten Tieres können im Futter Bakterien und Giftstoffe bilden, wodurch auch die Rinder erkranken können."

Blick auf Haus und Dach

Zudem ist für Mathias Dirnberger auch die "Thermografie von Photovoltaikanlagen" ein wichtiges Thema, denn sie sind selten ganz fehlerfrei. Um ihren Ertrag sicherzustellen, ist eine Kontrolle zur Aufdeckung möglicher Fehler wichtig.

Um diese Fehler - etwa Temperaturunterschiede - aufzuspüren, verwendet Dirnberger eine hochauflösende Wärmebildkamera. Hotspots haben eine höhere Temperatur als ihre Umgebung und können Brandflecken im Modul erzeugen. Dank dieser Thermografie ist eine berührungslose Prüfung einer PV-Anlage ohne Betriebsausfall möglich. Der "Hexakopter" (Drohne) steht still in der Luft und kann somit ohne Gerüst oder Hebebühnen scharfe Bilder aus optimalen Blickwinkeln aufnehmen.

Mit dieser hochauflösenden und thermisch sehr empfindlichen Wärmebildkamera ist es möglich, bereits kleine Fehler im Modul zu erkennen. Häufige Fehlerquellen sind Risse im Modul, Leistungsabfall ganzer Stränge, fehlerhafte Verkabelung, defekte Dioden im Modul oder eingedrungene Feuchtigkeit.

Mathias Dirnberger bietet zudem auch Gebäude-Thermografie an. Mit seiner Wärmebildkamera ist es ihm möglich, Wärmelecks an Gebäuden festzustellen.
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