Thansteiner Böllerschützen
20 Jahre Vertrauen auf Krach als Mittel gegen böse Geister

Nach 20 Jahren schoss die Böllergruppe des VPC Thanstein zum ersten Mal bei Einbruch der Dunkelheit das neue Jahr am Thansteiner Dorfplatz an. Bild: dl
Vermischtes
Thanstein
04.01.2016
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Der Krach mit Schwarzpulver soll böse Geister vertreiben. Seit 20 Jahren sorgen die Böllerschützen des Vorderlader- und Pistolenclubs so für gute Vorzeichen zu Jahresbeginn. Diesmal mit einer effektvollen Neuerung.

Neben dem guten christlichen Brauch zum Jahreswechsel oder zum Beginn des neuen Jahres "ein glückliches, gesegnetes neues Jahr" zu wünschen, ist es in einigen Gegenden üblich, das neue Jahr anzuschießen. Erstmals ließen es die Böllerschützen des Vorderlader- und Pistolenclub in der Nacht von 1995 auf 1996 von der Thansteiner Burg aus krachen. Seit dieser Zeit wird das Neujahr von der Böllergruppe angeschossen.

Heuer wurde der alte Brauch erst am Neujahrstag bei Dunkelheit um 17 Uhr gestartet, was sichtlich mehr Zuspruch bei den Schützen und der Bevölkerung fand. Unter dem Kommando von Böllermeister Stefan Legl waren neun "Pulverer" dabei. Eine Premiere war es für die neuen Gruppenmitglieder Simone Legl und Helmut Meixensberger.

Das sogenannte Neujahrsanschießen als Begrüßung des kommenden Jahres ist in der Region noch gar nicht so alt und wird erst in neuerer Zeit praktiziert. Vom Dorfplatz waren über den gesamten Ort das Einzel-, Reihenfeuer und die Salutschüsse mit Hand- und Schaftböllern zu hören. Nach dem Neujahrsanschießen kehrte die Truppe ins Vereinsheim ein. Dort zapfte Schützenmeister Ludwig Dirscherl ein Fass Freibier an und wünschte den Böllerschützen mit ihren Angehörigen ein gutes neues Jahr. Mit einer zünftigen Brotzeit klang der traditionelle Brauch aus.
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