Volkstrauertag in Thanstein und Kulz
Kein Instrument der Politik

Bürgermeister Walter Schauer, Hauptmann Matthias Voß und Pfarrvikar Benny Joseph versammelten sich mit den Mitgliedern von SRK, Feuerwehr und Bundeswehr zur Trauerfeier in Thanstein. Bild: dl
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Thanstein
17.11.2016
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In der Gemeinde wurde an den Kriegerdenkmälern in Kulz und Thanstein den Opfern von Terror, Gewalt, Krieg, Vertreibung, politischer Verfolgung und der Nachkriegszeit gedacht. Am Freitag wurde an die Vermissten und Gefallen in Dautersdorf erinnert, Zweiter Bürgermeister Wolfgang Niebauer hielt dabei die Ansprache.

Am Samstagabend versammelten sich nach dem Gottesdienst die Vereine in Kulz mit Bürgermeister Walter Schauer, Oberleutnant Tim Schneemann einer Abordnung der Patenkompanie aus Pfreimd und Pfarrer Eugen Wismeth zum Gedenken. Am Sonntag sorgten in Thanstein die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Thanstein, die Feuerwehr Thanstein, eine Abordnung der Bundeswehr und die Bevölkerung mit Pfarrvikar Benny Joseph Kochumundammalayil für ein würdiges Gedenken am Friedhof. Davor zelebrierte der Geistliche den Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche.

Erstmals hielt der neue Kompaniechef, Hauptmann Matthias Voß, die Ansprache und gedachte den Kriegstoten des 20. Jahrhunderts. "Nichts sind die gegenwärtigen Probleme im Vergleich zu den beiden Weltkriegen und den daraus resultierenden Millionen von Toten aller Völker", sagte Voß. Das Bewusstsein, in einem Land zu leben, das für dauerhaften Frieden und Wohlstand steht, mache ihn dankbar, demütig und auch irgendwie verantwortlich. "Syrer, Afghanen und die Menschen in Somalia kennen dieses Gefühl nicht. Es ist eben keine Selbstverständlichkeit, im Frieden zu leben", so der Offizier. "Ich bin stolz auf unser Land, welches uns Soldaten nicht willkürlich als ein Instrument der Politik in den Tod schickt, so wie in den Weltkriegen." Er gedachte den Soldaten die in Auslandseinsätzen verstorben sind und appellierte an das Bewusstsein der Gesellschaft. Bürgermeister Walter Schauer legte zusammen mit dem Kompaniechef einen Kranz nieder. Kirchenchor und Bläsergruppe (Leitung Armin Stibich) umrahmten das Gedenken, das mit Salutschüssen aus der Böllerkanone endete.
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