Zukunft des KPV Kulz noch ungewiss
Mehrzahl gegen Auflösung

Vermischtes
Thanstein
21.07.2016
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Noch ist die Zukunft des Krankenpflegevereins (KPV) Kulz ungewiss. Viele Fragen müssen geklärt und Nachfolger für das Vorstandsteam gefunden werden.

Thanstein/Kulz. "Keine Auflösung des Krankenpflegevereins Kulz", lautete die Meinung der Mehrheit der Anwesenden bei der Jahreshauptversammlung im "Krämerhof". Doch um den Verein fortführen zu können, sind noch viele Schritte notwendig.

Zweiter Vorsitzender Karl Kiener begrüßte neben den 15 anwesenden Mitgliedern auch Pfarrer Eugen Wismeth, Bürgermeister Walter Schauer und Altbürgermeister Alfons Kramer. Pfarrer Wismeth gedachte der verstorbenen Mitglieder der letzten Jahre namentlich und es wurde ein gemeinsames Gebet gesprochen. "Wir befinden uns im Jahr der Barmherzigkeit", meinte er im Hinblick auf die Aufgaben des Krankenpflegevereins, der ebenfalls für Menschen in Notsituationen da sein will.

Bürgermeister Schauer dankte zunächst Gottfried Reger für 33 Jahre Vorstandstätigkeit, "eine unheimliche Leistung." Auch den weiteren Vorstandsmitgliedern zollte er für zum Teil jahrzehntelange Tätigkeit großen Respekt. Berechtigt war seine Frage "Wie geht es nun weiter?" Denn das gesamte Vorstandsgremium ist nicht mehr bereit - zum Großteil aus Altersgründen - Verantwortung zu übernehmen. "Ein Generationswechsel sollte stattfinden", so auch seine Überzeugung, doch leider war die jüngere Generation bei der Versammlung kaum vertreten.

Karl Kiener berichtete über das abgelaufene Vereinsjahr. In 2015 gingen 1503 Euro an Beiträgen ein. Davon wurden 85 Prozent an die Caritas Sozialstation abgeführt. Momentan werden in Kulz keine Pflegeleistungen durch die Caritas-Sozialstation erbracht. Auch Kiener dankte Gottfried Reger für seine Tätigkeit als Vorsitzender seit 1983. Aus gesundheitlichen Gründen gibt dieser das Amt nun ab. Der Verein hat einen Mitgliederstand von 71 Personen. Da die bisherigen Bemühungen ein neues Vorstandsteam zu finden erfolglos waren, würde die Auflösung des Vereins anstehen. Das Vereinsvermögen würde dann an die örtliche Kirchenstiftung fallen und muss für soziale Zwecke verwendet werden.

Bevor zum Programmpunkt Neuwahlen übergegangen wurde, entspannte sich eine rege Diskussion. Zunächst ging es um eventuelle Leistungen für die schon jahrzehntelangen Beitragszahler, sollte einmal ein Pflegefall eintreten. Der Krankenpflegeverein unterstützt die Arbeit der Caritas als eine Art Solidargemeinschaft. Wird ein anderer Pflegedienst in Anspruch genommen, besteht kein Anspruch auf zusätzliche Leistungen aus diesem Topf. Bei den Anwesenden tauchte nun die Frage auf, wer darüber entscheidet, ob Leistungen gewährt werden und in welcher Höhe. Es zeigte sich, dass hier noch ein enormer Informationsbedarf besteht. Auch über die Inhalte der Vereinssatzung und deren Auslegung tauchten viele Fragen auf.

"Es soll weitergehen mit dem Verein, schließlich haben viele bereits von Anfang an einbezahlt", war die Meinung der Anwesenden. Es wurde sich darauf geeinigt, alle offenen Fragen abzuklären und sich über die Grundsätzlichkeiten zum Thema Leistungsbezug zu informieren. Diese Ergebnisse werden dann an die Mitglieder weitergegeben. Mit dieser Aufgabe wurde eine Arbeitsgruppe, bestehend aus drei Personen, betraut. Bis dahin soll der Verein kommissarisch fortgeführt werden.

Einigkeit herrschte anschließend darüber, dass ein neuer Termin für Neuwahlen angesetzt werden soll.
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