Ausgezeichnete Aussichten

Bessere Zeiten stehen dem Edeldorfer Dorfplatz bevor. Wenn die Straßen saniert sind, wird das dunkle Bushäuschen durch ein markantes Multifunktionsgebäude ersetzt. Bild: hch
Lokales
Theisseil
05.01.2015
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Edeldorf und Letzau sollen schöner werden. Die Planungen laufen auf Hochtouren. Die Verantwortlichen haben sich eine Menge Gedanken gemacht.

"Ab Osterdienstag könnten die Dorferneuerungsmaßnahmen in Edeldorf starten", informierte Bauoberrat Erik Bergner vom Amt für ländliche Entwicklung Tirschenreuth Vorstandsmitglieder und Anlieger. Den Ausbau der Dorfstraße samt Dorfplatz und Abbruch des alten Kühlhauses übernimmt die Firma Hans Braun aus Weiden für 333 499,57 Euro .

Mit 4000 Euro beteiligt sich der Wasser- und Bodenverband als Grundstückseigentümer an der Umgestaltung des Edeldorfer Ortsgrabens. Dafür erklärten sich die Edeldorfer bereit, für die Dauer von 25 Jahren die Pflege und den Unterhalt zu übernehmen. Weil seit Beginn des Dorferneuerungs-Verfahrens kaum Buchungen eingingen, beantragte man für 2014 das Aussetzen der örtlichen Kassenprüfung.

Den Kanal erneuern

"In Letzau muss vor dem Vollausbau der Hochstraße, des Sonnenhangs und des Rosenwegs der desolate Kanal erneuert werden", stellte Michael Wenning vom Weidener Ingenieurbüro König fest. Bergner, Teresa Bräuer, Martin Alexy und Martin Stahr vom Amt für ländliche Entwicklung Tirschenreuth stießen ins gleiche Horn. Den Vorentwurf der Dorferneuerungs-Maßnahmen diskutierten sie mit den Vorstandsmitgliedern und Anliegern.

In der Hochstraße käme man auf eine Straßenbreite von 4,50 Meter. Das schnelle Ablaufen des Regenwassers entlang der Hochstraße erledigten zweizeilige "Homburger Kanten". Fünfzeiliges Granitgroßsteinpflaster sei wegen des Gefälles an der Einmündung zum Sonnenhang nötig. Vor den Anwesen in der Hochstraße, wo viel geparkt werde, eigne sich befahrbares Rasenfugen-Pflaster zum Versickern und als gewünschte Begrünung.

Vor dem Gasthof "Zum grünen Baum" käme den ein- und ausgehenden Gästen eine 80 Zentimeter breite "Schutzzone" aus Granitkleinsteinpflaster zugute. Bisher befände man sich direkt nach dem Ausgang "auf der Straße". Um die Engstelle beim Felsenkeller noch weiter zu entschärfen, bräuchte es wegen des Höhenunterschieds eine kostspielige Stützmauer. "Ob das sein muss, sollen die Anlieger selbst entscheiden", äußerte sich Bürgermeisterin Marianne Rauh.

Gestalterisch aufwerten

Am Sonnenhang ergäbe sich eine Straßenbreite von 3,80 Meter. Eine Seite könne man mit Grünstreifen säumen. Die gegenüberliegende Seite ließe sich durchgehend mit Rasenfugen-Pflaster befestigen. "Das ist sicherer für die Kinder, die ins Dorf runtergehen", meinten einige Anlieger. Genauso könne man im Rosenweg verfahren, der laut Straßenausbaubeitragssatzung "als Stichstraße noch zum Sonnenhang gerechnet wird."

"Die Grünstreifen müssen später von den Anwohnern gepflegt werden", kam als Einwand. Baurätin Bräuer erinnerte daran, dass der Ort auch eine gestalterische Aufwertung erhalten solle. Vielleicht ließe sich im Rosenweg punktuell eine Rose gestalten", regte Rauh an.

Ihr Gremium würde gleich im Januar über den Rahmen der Beitragssatzung entscheiden, damit den Bürgern so wenig Kosten wie möglich entstünden.Für den geplanten Gehweg ortsauswärts bis zur Staatsstraße 2166 entstünden den wenigen Anliegern "wegen erheblicher baulicher Gewerke inklusive notwendiger Stützmauern Kosten von bis zu 400 000 Euro."

Darum entschied man sich für eine abgekürzte Variante ab dem Gemeindehaus um die Kurve bis zum jetzigen Containerplatz. Dieser Standort soll mitsamt Friedhofsvorplatz und Kriegerdenkmal weiter überplant werden. "Später wird entschieden, was voraussichtlich in 2016 baulich umgesetzt werden kann", schloss Bergner.
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