Gelebter Bürgersinn

"Bei solch talentierten und engagierten Bürgern ist es gut um unsere Gemeinde bestellt", freute sich Bürgermeisterin Marianne Rauh (rechts) beim Neujahrsempfang in Letzau. Bild: hch
Lokales
Theisseil
09.01.2015
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Die Bürger in der Gemeinde Theisseil sind ausgezeichnet: von der 23-jährigen Sportskanone bis zum 77-jährigen Musiker. Der Neujahrsempfang würdigte aber auch Nächstenliebe, Theater und Teamgeist.

"In unserer Gemeinde haben wir mehr Licht als Schatten", freute sich Bürgermeisterin Marianne Rauh im Letzauer Gemeindehaus mit Stellvertreter Heribert Schiller über herausragende Leistungen einzelner Bürger und von Vereinen. Lautstarker Applaus galt denjenigen, die eher leise, aber mit viel Idealismus in ihrem Umfeld wirken.

Dazu zählt Hermann Papacek aus Edeldorf. Seit 1998 begeistert sein Kasperltheater vor allem Kinder. Er tourt mit Sohn Michael und Zwillingsbruder Johann. Die über 30 selbst verfassten Stücke seien nicht verkitscht, sondern vermittelten Botschaften und altes Liedgut. Große Sprünge macht der 23jährige Urs Buegger aus Edeldorf. Der Student trainiert bei der DJK Weiden und stellte bei den DJK-Bundesmeisterschaften einen Doppelsieg auf: 6,83 Meter im Weitsprung und 14,10 Meter im Dreisprung. Buchstäblich darüber hinaus kam er dann noch im Hochsprung: Mit 1,94 Meter wurde er Vizemeister. In der Sparte Leichtathletik katapultierte ihn das in die Bayerische Bestenliste der Männer. Dort ist er Drittbester im Weitsprung, Viertbester im Hochsprung und Sechstbester im Dreisprung.

Tennis und Schauspiel

Für erfolgreiche Taktik auf dem Sandplatz zollte Rauh dem schlagkräftigen Tennis-Herrenteam der DJK Letzau Respekt. Unabhängig von den Altersklassen trainiert der harte Kern seit Jahrzehnten miteinander. 2003 gelang der Aufstieg in die Bezirksliga, 2009 der Bezirkssieg und 2010 die Oberpfalzmeisterschaft. 2014 siegten die "Herren 60" erneut in der Bezirksmeisterschaft. "Das zeigt, dass unsere DJK sehr gut aufgestellt ist," unterstrich Rauh. Seit 25 Jahren begeistert Günter Horn aus Letzau mit seinem Schauspieltalent und als zweiter Vorsitzender der Theatergruppe Letzau. "Ihr habt uns immer doppelt Freude bereitet. Erst mit den Theaterabenden, dann mit dem Erlös", meinte Rauh. Bisher 50 000 Euro hätten die Spieler für Anschaffungen in Gemeinde, Kindergarten, bei Feuerwehren und für die NT-Aktion "Lichtblicke" gestiftet. Dass Horn seit 25 Jahren als Vorsitzender der Feuerwehr Letzau agiere, sei "landkreisweit einmalig".

"Als beste Blaskapelle im Landkreis" titulierte Rauh die Letzauer Blasmusik. Von Anfang an dabei ist der 77-jährige Alfons Kammerer an der Posaune. In vielen Unterrichtsstunden habe er seine jahrzehntelange Erfahrung an junge Bläser weitergegeben.

"Muss ein Fest oder Material organisiert und etwas rechtzeitig fertig werden?", fragte Rauh. Es sei ganz gleich, wo Karl Völkl und Christian Schwägerl aus Letzau gebraucht würden. "Wenn man euch kontaktiert, seid ihr zum vereinbarten Zeitpunkt da", hob die Rathauschefin hervor. Beide wären seit 15 Jahren Kommandanten der Feuerwehr Letzau. Darüber hinaus engagierten sie sich in Gemeinde, Schützengesellschaft, Theatergruppe, Blaskapelle und Kirchenverwaltung.

Sozial engagiert

Ohne großes Aufsehen setzten Marga Birner und Margita Sammel aus Letzau hohe Maßstäbe im sozialen Bereich. "Marga ist sehr engagiert und hilft allen Altersgruppen, gleich ob in der Kindererziehung oder im Pflegebereich. Ihr Einsatz in zweiter Reihe tut dem Frauenbund, den Schützen und den Kranken in der Kirchengemeinde gut."

Wenn sich Hans Balk aus Matzlesrieth gegen Windkraft einsetzt, weiß es die Öffentlichkeit. Sein enormer Einsatz und sein großes Wissen seien nach wie vor gefragt. Heimat höre für ihn nicht an der Gemeindegrenze auf, stellte Rauh fest: "Wir haben unsere Sache gewonnen, und wir wissen, was wir ihm zu verdanken haben." Auch wenn er kein Gemeindebürger sei, gehöre der OWV-Vorsitzende doch dazu.
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