Gemeinde Theisseil freut sich über optimistisches forstliches Gutachten
"Die Vielfalt erhalten"

Bürgermeisterin Marianne Rauh bekam von Forstamtmann Albert Urban den Zustandsbericht für den Gemeindewald. Bild: hch
Lokales
Theisseil
23.10.2014
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Knapp fünf Hektar Fläche umfasst der Wald der Gemeinde. "Mit vielen struktur- und artenreichen Besonderheiten", weiß der Leiter der Forstdienststelle Irchenrieth, Forstamtmann Albert Urban. "Eine davon ist der ökologisch wertvolle Schwarzerlen-Eichen-Saum entlang des Putzenbaches bei Harlesberg", schilderte er Bürgermeisterin Marianne Rauh . Alle zehn Jahre überprüft der Forst-Profi den Bestand auf Veränderungen. Mit welchem Ergebnis?

Den roten Umschlag mit dem Forstlichen Gutachten hält die Gemeindechefin in ihren Händen. Hinter dem weißen Zahlenwerk steckt viel grüne Praxis, weil Urban sechs Distrikte aus elf Flurnummern zu analysieren hatte. In jedem einzelnen Wald war er intensiv unterwegs, ermittelte die exakte Fläche mittels GPS, die jeweiligen Baumarten und rechnete ihren Anteil auf den Gesamtbestand um. Auch das Alter und den monetären Wert der Bäume legte er fest.

Trotz des immensen Aufwands für das Wald-Werk entstanden der Gemeinde hierfür keine Kosten. "Für die Zukunft gilt es, diese Arten- und Strukturvielfalt zu erhalten", gab ihr Urban als Maßnahme mit auf den Weg. "Die Auflage resultiert aus dem Bayerischen Waldgesetz. Es schreibt vor, dass der Körperschaftswald nach dem forstlichen Gutachten zu bewirtschaften ist." Das heißt: Bevor die Gemeinde werterhaltende Maßnahmen wie Auslichten, Bestandspflege, das Entfernen von Schneebruch, Schadholz durch Sturm, Käfer oder Biber vergibt, hält sie Rücksprache mit der Forstdienststelle Irchenrieth. Dann erst werden die Gemeindearbeiter oder fachlich autorisierte Unternehmen aktiv.
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