Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts im Körper: Referat von Dr. Ute-Heide Kleppik
Lustig macht nicht sauer

Dr. Ute-Heide Kleppik. Archivbild: sbü
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21.01.2016
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Letzau. Und jetzt bitte alle mal die Mundwinkel hoch: Dafür, dass es ein medizinischer Vortrag war, hatte Dr. Ute-Heide Kleppik eine recht ungewöhnliche Bitte an ihre Zuhörer im voll besetzten kleinen Saal des Gemeindehauses. Sie sollten alle einmal ganz bewusst lächeln. Denn Glückshormone würden beim Abbau von Stress helfen. Und damit auch gegen die Übersäuerung des Körpers.

Lustig mache also gerade nicht sauer. Und das sei auch gut so. Denn in ihrem Referat für den Katholischen Frauenbund betonte die Parksteiner Fachärztin für Allgemein- und ganzheitliche Medizin die Bedeutung des Säure-Basen-Gleichgewichts für die Gesundheit. Und die zeigte schon der Vortragstitel: "Sauer macht nicht lustig, sondern krank".

Oft übersäuert


Menschen seien basische Wesen, erläuterte Kleppik. Schließlich seien sämtliche Körperflüssigkeiten, Haut und Schleimhäute basisch. Die einzigen Ausnahmen: Magensäure und Vaginalsekret. Allerdings sei bei vielen eine Übersäuerung festzustellen. Und die Folgen seien mitunter gravierend. Rheuma, Osteoporose, Arthritis und Gicht zählten beispielsweise dazu. Auch könnten die roten Blutkörperchen erstarren und nicht mehr in die kleinen Blutgefäße gelangen, um diese mit Sauerstoff zu versorgen.

Hinzu kämen schlechter Schlaf, Leistungsabfall oder Konzentrationsstörungen. Ohnehin gelte: Bakterien, Viren und Pilze leben im sauren Milieu. Die Ursachen der Übersäuerung sind laut Kleppik vielfältig. Neben Stress seien das unter anderem Bildschirmarbeit oder Fernsehen, manche Medikamente, Chemotherapie, Bestrahlung oder das Röntgen. Eine wichtige Rolle spiele zudem die Ernährung.

Ungünstig seien Kaffee, schwarzer Tee, Weizenmehl, Cola sowie Zucker allgemein. Und nicht zuletzt Schweinefleisch. Der Mensch sei nämlich genetisch ein Pflanzenfresser. Und es gebe viele gute vegetarische Alternativen. So enthalte etwa eine halbe Avocado vier Mal mehr bioverwertbares Eiweiß als ein Steak.

Urin kontrollieren


Kleppik riet den Zuhörern, mittels Teststreifen mehrmals täglich den Urin selbst zu kontrollieren. Am Morgen dürfe er etwas saurer sein - mit einem pH-Wert von 6,1 bis 6,8. Bis zum Abend sollte der pH-Wert aber auf 7,0 bis 7,2 ansteigen.

Bleibe er unter 7,0, sollten Basen zugeführt werden, zum Beispiel in Form von Tabletten, grünem Tee oder Brottrunk. Nachdem Kleppik am Ende ihres Vortrages noch ausführlich Fragen beantwortet hatte, bedankte sich Margita Sammel für das Referat. Rita Kammerer bat um Anmeldung für den Bunten Abend am Donnerstag, 4. Februar.
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