Bürgerversammlung Theisseil
Gemeinde Theisseil befindet sich auf einem guten Weg

Gespannt verfolgen die Bürgerinnen und Bürger die Ausführungen von Bürgermeisterin Marianne Rauh
Vermischtes
Theisseil
01.12.2016
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Letzau. (fz) Keine Kritik am Handeln der Gemeinde und der Bürgermeisterin: Die 21 Besucher der Bürgerversammlung waren zufrieden. Dafür müssen einigen Gemeinderäten die Ohren geklungen haben.

Im Gemeindehaus erinnerte Bürgermeisterin Marianne Rauh daran, dass es zum Beispiel in Wilchenreuth und Roschau wegen der Dorferneuerung schon eigene Anliegerversammlungen gegeben habe. Große Maßnahmen waren 2016 die Dorferneuerung Edeldorf mit 335 000 Euro (Gemeindeanteil 155 000 Euro), die Straße nach Harlesberg mit 175 000 Euro (Förderung 114 000 Euro), die Abwasseranlage Theisseil mit 135 000 Euro, Straßensanierungen für 46 000 Euro und der Kauf des Radladers für 47 500 Euro.

"Im nächsten Jahr beginnt die Dorferneuerung Letzau mit geschätzten Kosten von 1,3 Millionen Euro", kündigte die Rathauschefin an. Auf die Kommune entfielen 600 000 Euro. Weiter komme die Breitbanderschließung für viele kleine Ortsteile mit 553 000 Euro bei einer Förderung von 492 000 Euro. Die Planung für die Dorferneuerung Wilchenreuth laufe 2017 weiter. Start sei dann 2018.

Zwölf Bauplätze


In Arbeit sei auch das Baugebiet "Kirchberg" in Letzau mit zwölf Parzellen. Vier seien bereits vergeben. Die Erschließung beginne im Frühjahr. Gut laufe auch die Kindertagesstätte. "Die Entscheidung, eine Krippe zu bauen, war goldrichtig. Sie ist voll belegt", freute sich Rauh.

Die Gemeinde zähle 1182 Einwohner und habe nur 31 500 Euro Schulden. Das seien pro Kopf 266 Euro. Die Gemeindechefin dankte allen Bürgern, die sich ins öffentliche Leben einbringen, und stellte hier die drei Feuerwehren oben an.

Die hervorragende Arbeit des Kinder- und Jugendteams stellte Beate Spickenreuther vor. Das ganze Jahr über liefen 30 Aktionen mit 300 Buben und Mädchen. Bei zwei Veranstaltungen waren 12 Flüchtlingskinder dabei. 2017 sei das Projekt "Osterbrunnen" mit dem Frauenbund und der KLJB geplant.

Nach den Ausführungen hatten die Bürger das Wort. Alfons Kammerer wetterte gegen die Straßenausbaubeitragssatzung. Die Anlieger einer Straße bezahlten hier für ihre Straße, damit andere und auch Gewerbe und Landwirtschaft darauf fahren könnten. Seine Kritik richtete sich gegen den Freistaat, der den Bürgern zehn Jahre Honig ums Maul geschmiert habe.

Bürgermeisterin Rauh antwortete, dass die Gemeinde gezwungen sei, Straßenausbaubeiträge zu erheben. Der Gemeinderat habe den Gemeindeanteil bis an die Obergrenze von 15 Prozent angehoben. Jede Ortschaft müsse für ihre Straßen aufkommen.

Zu den von Rauh angesprochenen Grüngutcontainern merkte Josef Herrlein an, dass in einer Ortschaft wie Letzau mit 500 Einwohnern einer nicht ausreichend sei. "Wir kriegen vom Landkreis nicht mehr", bedauerte Rauh. Außerdem führe fast jeder Hausbesitzer Eigenkompostierung an, um verbilligte Müllgebühren zu bekommen. Das werde wohl nicht jeder praktizieren, sonst wären die Container nicht laufend voll. Außerdem würden darin Bäume entsorgt.

Heftige Schelte


Günther Horn, Vorsitzender der Feuerwehr Letzau, hatte es auf die Gemeinderäte abgesehen. Sowohl bei seiner Wehr als auch in Jahreshauptversammlungen anderer Vereine lasse die Teilnahme der Kommunalpolitiker sehr zu wünschen übrig. Hier fehle es an einer Wertschätzung für die Arbeit der Vereine. Robert Spickenreuther erweiterte Horns Aussage auf den Volkstrauertag und auch auf die Bürgerversammlung.
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