Der dritte Weg ist die Kooperation
Seminar des Maschinenringes: Wachsen oder Weichen nicht die einzigen Möglichkeiten in der Landwirtschaft

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29.12.2015
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Angela Merkels Credo gilt oft auch für Milchviehbetriebe. Die To-Do-Liste wird nicht kürzer. Immer mehr Arbeit bleibt liegen. Wer morgens beim Aufstehen ein schlechtes Gefühl hat und schon denkt, er schafft den anstehenden Tag nicht, zeigt schon erste Symptome von Burn-Out. Wenn es so weit ist, ist es schon zu spät. Da helfen keine Durchhalteparolen, da hilft nur handeln. Weitsichtige Betriebe handeln, bevor es soweit ist. Nur noch hinterherzulaufen, das ist keine Option. Keine Zeit mehr für die Familie zu haben, das darf nicht passieren.

15 weitsichtige Betriebsleiter tagten beim Sparrer-Wirt in Letzau. Die Mitglieder der Maschinenringe waren zum Seminar "Arbeitswirtschaft an Milchviehbetrieben" gekommen. Den Workshop hatten Peter Gach, Peter Schießl und Wolfgang Härtl organisiert. Ilka Hafner von den MR-Personaldiensten stand den Landwirten Rede und Antwort.

In einem Boot


In einem Impulsvortrag stellte Leitender Landwirtschaftsdirektor Peter Gach vom Landwirtschaftsamt Weiden die Einschätzungen der Landwirte und Meisterschüler zur Zukunft der Landwirtschaft im Landkreis dar: "Es lohnt sich, die Arbeitswirtschaft im Griff zu haben. Wir sitzen alle in einem Boot." MR-Berater Schießl erläuterte die betrieblichen Auswirkungen arbeitswirtschaftlicher Lösungen. Jeder Teilnehmer hatte die Aufgabe, die Situation auf den Betrieben grafisch darzustellen. Auf dieser Grundlage wurden die Themen Schlagkraft in der Außenwirtschaft, Automatisierung und Kooperationen beleuchtet.

Schießls Fazit: Wachsen oder Weichen - das sind nicht die einzigen Möglichkeiten. Der dritte Weg ist die Kooperation. Wer zusammenarbeitet und das macht, was er gerne macht und gut kann, wird erfolgreich sein - beruflich und privat. Ilka Hafner gab den Bauern viele Tipps, die mit der Anstellung von Arbeitskräften einhergehen. Wer zahlt, wenn ein Mitarbeiter krank ist? Hafte ich, wenn sich ein Mitarbeiter bei der Arbeit auf meinem Betrieb ernsthaft verletzt? Was ist, wenn mein Mitarbeiter und ich nicht zusammenpassen?

Alles richtig gemacht


Das Angebot der MR-Personaldienste als Dienstleister gibt nicht nur Antworten auf diese Fragen. Die MR-Personaldienste übernehmen auch als Profi beim Umgang mit Mitarbeitern Risiken für die Landwirte. Ihre Zusammenfassung: "Die Zukunft gehört dem, der die Menschen hat." Danach präsentierte Geschäftsführer Wolfgang Härtl vom MR Neustadt vielfältige, auch neue Lösungen für die Landwirte, wie der Maschinenring ihre Arbeit unterstützen kann. So helfen die Ringe nun auch bei der Suche und Anstellung von Mitarbeitern mit Minijob. Abschließend ermunterte er die Landwirte: "Als Maschinenringe sind wir die Organisation, die euch gehört. Euer Auftrag ist unser Antrieb. Sagt uns, was ihr braucht, wir machen das." "Da haben wir alles richtig gemacht", lobte Gach. Die Rückmeldungen der Teilnehmer bestätigten die Einschätzung. Die Gespräche beim Mittagessen zeigten, dass die Betriebsleiter konkrete Maßnahmen planen, die zu ihren persönlichen Zielen passen.
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