Dorferneuerung
Anspruchsvolles Herzstück

Planer Dr. Emil Lehner (rechts), Michael Wenning (vorne, links) und Gunther König (verdeckt) vom Ingenieurbüro König sowie Erik Bergner und Teresa Meyer vom Amt für Ländliche Entwicklung informierten über das weitere Vorgehen bei der Dorferneuerung. Bild: bgm
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Theisseil
25.01.2016
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In Wilchenreuth und Roschau soll sich durch die Dorferneuerung richtig was ändern. Angst vor Eilentscheidungen muss aber wohl niemand haben. "Es passiert nichts ohne euch", bekräftigte Dr. Emil Lehner.

Wilchenreuth. Der Architekt und Städteplaner betonte in der Informationsversammlung im Gasthaus Sommer mehrfach, dass alle Anlieger ihre Ideen und Bedenken einbringen können. "Es ist wichtig, dass die Leute, die direkt dran wohnen, auch eine Meinung dazu haben", betonte Lehner, der die Planungen bei Vor-Ort-Terminen erläutern will.

Erste Begehung im März


Dabei soll zum Beispiel deutlich werden, was eine Straßenbreite von 4,75 Metern in Wilchenreuth oder von 3,50 Metern in Roschau in der Praxis bedeutet. Das könne bei Bedarf auch mit Spraydosen markiert werden, so dass die Bewohner auf der künftigen Dorfstraße schon mal Probe fahren können. Auf Wunsch der rund 60 Versammlungsteilnehmer soll die erste öffentliche Begehung an einem Samstagvormittag im März stattfinden. Eine besondere Funktion könnte künftig der Platz beim ehemaligen Schulgebäude in Wilchenreuth einnehmen, der zu einer Art Dorfplatz umgestaltet werden soll - eine "sehr anspruchsvolle" Aufgabe, sagte Lehner, die sich aber lohne: "Wir können es so hinbekommen, dass es ein Herzstück wird." Nach den Begehungen sollen die Bürger über die Planungen auf dem Laufenden gehalten werden.

Das Genehmigungsverfahren werde zwischen einem dreiviertel Jahr und einem Jahr dauern. Realistisch sei der Startschuss für die Verwirklichung 2018. "Da geht es nicht um persönliche Dinge, sondern wir müssen schauen, dass wir das Optimum rausholen. Wir müssen uns klar machen: Das, was wir hier machen ist für die nächste Generation, für unsere Kinder und Kindeskinder", betonte der Architekt. Bürgermeisterin Marianne Rauh sah es ähnlich: "Es ist gut, dass eine realistische Zeitschiene vorgegeben wird. Sie haben das richtig gesagt: Wir machen die Gemeinde fit für die Zukunft."

Neue Leitungen?


Rauh will im Zuge der Dorferneuerungsmaßnahmen auch die Wasserleitungen erneuern. Die seien 40 Jahre alt und damit bereits im Bereich der allgemein zu erwartenden Haltbarkeitsdauer von 30 bis 50 Jahren. Ein Bürger sah das mit Blick auf die Gemeindefinanzen anders: "Warum da unten herumfuhrwerken?" Auch bei neuen Leitungen könne es zu Rohrbrüchen kommen. Die Rathauschefin blieb bei ihrer Meinung: "Wenn die Wasserleitung erneuert werden muss, dann muss sie erneuert werden. Ich lass' mir nicht den Vorwurf machen, dass wir die neue Straßendecke wieder aufreißen, wenn eine Leitung reißt."

Um eventuelle Straßenausbaubeiträge machte sich eine andere Bewohnerin Sorgen. Zum jetzigen Zeitpunkt seien noch keine Aussagen möglich, meinte Erik Bergner vom Amt für Ländliche Entwicklung. Seine Kollegin Teresa Meyer hatte eine positive Nachricht. Günstiger als ohne der Förderung durch das Dorferneuerungsprogramm werde es für die Anlieger auf alle Fälle.
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