Pläne zum Umbau des Feuerwehrhauses Wilchenreuth
Feuer noch nicht entfacht

Architekt Markus Götz stellte in der Gemeinderatssitzung verschiedene Varianten einer Erweiterung des Feuerwehrhauses und des angebauten Florianstüberls in Wilchenreuth vor. Bild: bgm
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24.09.2016
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Architekt Markus Götz stellt dem Gemeinderat seine Pläne zum Umbau des Feuerwehrhauses in Wilchenreuth vor. Das neue "Schmuckkastl" stößt aber nicht bei allen Räten gleichermaßen auf Gegenliebe.

Letzau. "Ich denke man kann etwas Schönes daraus machen. Das ist etwas, das die Altvorderen schon gebaut haben, das ist auch etwas Emotionales", fasste Architekt Markus Götz zusammen, nachdem er seine Pläne für den Umbau des Feuerwehrhauses in Wilchenreuth vorgestellt hatte. Auf rund 150 000 Euro beläuft sich seine erste grobe Kostenschätzung.

Bürgermeisterin Marianne Rauh hatte schon vor der Präsentation auf die eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde aufmerksam gemacht. In vielen Ortsteilen laufe die Dorferneuerung. "Es kommt eine hohe Summe auf die Gemeinde zu. Wir müssen schauen, was sinnvoll und finanziell möglich ist. Es kann nicht sein, dass wir uns verausgaben und nach der Dorferneuerung keinen Haushalt mehr zusammenbringen", mahnte die Gemeindechefin.

Rechtliche Vorgaben


Die Begebenheiten vor Ort hatte Architekt Götz zusammen mit Kreisbrandrat Richard Meier und Kommandant Michael Schiller besichtigt. Rechtliche Vorgaben verlangen für jedes Feuerwehrfahrzeug eine Halle mit mindestens 4,5 mal zehn Meter Größe. Durch einen Anbau an das bestehende Feuerwehrhaus könnte diese Vorgabe erfüllt werden. Gleichzeitig bliebe der Vorplatz groß genug, um bei einem durchschnittlichen Wendekreis eines Einsatzfahrzeuges von 14 Metern ohne Rangieren in alle Richtungen ausfahren zu können. Für die Halle selbst hat Götz mehrere Varianten entworfen, die von einem zusätzlichen Sanitärraum, über einen abschließbaren Lagerraum bis hin zu einer großen Werkbank reichen könnten. Auf jeden Fall soll eine neue Treppe ins Dachgeschoss führen, um dort zusätzliche Lagerfläche zu gewinnen oder um ein Büro einzurichten.

Im Außenbereich schafft eine neue Stützmauer Platz für drei Stellplätze für die Einsatzkräfte. Ein kleiner Schuppenanbau mit Vordach und Sitzgruppe könnte ein einladender Treffpunkt werden, der bei der Dorferneuerung gefördert würde. Fördermittel gäbe es auch für den Umbau des Floriansstüberls. Dafür hat Markus Götz gleich eine ganze Reihe von Varianten ausgearbeitet. Durch den seitlichen Anbau eines Ganges könnte das Stüberl mit dem angrenzenden Gerätehaus verbunden und zusätzlicher Lagerraum gewonnen werden. Bei den verschiedenen Planungsvarianten spielt der Architekt mit der Anordnung von Küche, Toiletten und der Platzierung des Eingangs an der Giebelseite. Ob verputzt, mit Holz verschalt oder gestrichen - "da gibt es viele Möglichkeiten", sagte Götz bezüglich der Fassadengestaltung.

"Gescheiten Neubau"


"Ich denke, man kann echt ein 'Schmuckkastl' daraus machen", ist der Architekt überzeugt. Gemeinderat Günther Meißner haderte mit den Plänen. Man sollte lieber warten, bis es eine umfangreichere Förderung gäbe und dann gleich einen gescheiten Neubau machen. "Ich glaube nicht, dass wir mehr Fördermittel kriegen. Wir haben so schon fast die Höchstfördersätze. Die Zeiten als es 80 oder 90 Prozent Förderung gab, sind vorbei", konterte Bürgermeisterin Rauh. Schützenhilfe kam von Karl Völkl: "Die Präsentation hat gezeigt, dass es auf der gegebenen Fläche machbar ist. Wir schwimmen nicht in Geld. Das ist für mich außerhalb jeden Sinns. Deswegen muss ich nicht ein bestehendes Gebäude aufgegeben", sagte Völkl.

"Die Feuerwehr soll sich erst mal selbst Gedanken machen", meinte Gerhard Frank. Auf Drängen von Meißner sollten auch die anwesenden Feuerwehrvertreter eine Stellungnahme abgeben. "Wir müssen das erst mit den Kameraden absprechen, ob wir die Anforderungen mit den Plänen von Markus Götz vereinbaren können", sagte Feuerwehrkommandant Michael Schiller.
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