Ludwig-Gebhard-Museum bietet zum Museumstag eine Führung an
Streifzug durch die Kunst

Diese "Liegende" demonstriert, wie der Künstler Ludwig Gebhard intensive Farben in grafischen Mustern kombiniert hat. Beim Museumstag führt ein Fachmann durch die Ausstellung und erläutert sein Werk. Bild: lpr
Kultur
Tiefenbach
19.05.2016
20
0

Ob abstrakte Streifenbilder oder "synthetische Köpfe", der Künstler Ludwig Gebhard hatte eindeutig ein Faible für kräftige Farben. Wie seine Werke einzuordnen sind, darauf gibt es kompetente Antworten beim Internationalen Museumstag am Sonntag. Und das ist noch nicht alles.

Im Ludwig-Gebhard-Museum ist am Museumstag die Ausstellung "Ludwig Gebhard - Malerei aus 40 Jahren" zu sehen; der Eintritt ist frei. Das Haus ist von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Um 14 Uhr findet eine Führung durch die Ausstellung mit Richard Bierl, Kulturbeauftragter der Gemeinde Tiefenbach, statt.

Die Ausstellung, die 40 Jahre eines Malerlebens umfasst, zeigt Werkbeispiele aus fast allen Phasen des Künstlers, von der gestischen Abstraktion zur reinen geometrischen Abstraktion, von Stillleben und Blumenbildern zu abstrakten Streifenbildern, bis zu den berühmten Kopfbildern, den "synthetische Köpfen". Die Ausstellung zeigt neben der thematischen Bandbreite des Künstlers aber vor allem auch die Intensität und Kraft seiner Farbgebung wie seine Hingabe an ein künstlerisches Schaffen, das sich weder durch die Zeitgeschichte noch durch die wechselnden Richtungen der Kunstszene von der Ernsthaftigkeit und Wahrhaftigkeit der Kunst ablenken ließ.

kann zum Museumstag aber noch mit einer weiteren Ausstellung aufwarten: Die ehemalige Klöppelschule im heutigen Rathaus öffnet am Sonntag von 13 bis 16 Uhr ihre Pforten. Dort zeigen die Klöpplerinnen des Klöppelkreises die Kunst des Spitzenklöppelns. In Tiefenbach, im Grenzland zu Böhmen gelegen, errichtete der Bayerische Staat 1907 eine Fachschule zur Ausbildung von Frauen und Mädchen im Spitzenklöppeln. Klöppelspitzen aus Tiefenbach, Schönsee und Stadlern machten sich als Produkt regionaler Hausindustrie einen Namen. Im Saal der 1912 erbauten Klöppelschule, heute Rathaus, zeigt das Museum Entwürfe, Musterzeichnungen, Musterbriefe und Klöppelspitzen aus Tiefenbach.

Die Geschichte der Klöppelschule wird als Teil regionaler Wirtschafts-, Kultur- und Sozialgeschichte des ostbayerischen Grenzraumes skizziert. Spitzen nach Entwürfen namhafter Textilgestalter wie Suse Bernuth und Else Jaskolla sind zu sehen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.