Jagdpächter von Verbissgutachten nicht begeistert
Debatte um Abschuss

Vermischtes
Tiefenbach
17.05.2016
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Soll der Abschuss im Revier erhöht werden? Darüber diskutierten die Mitglieder der Jagdgenossenschaft Tiefenbach bei ihrer Jahresversammlung.

Jagdpächter Zbigniew Bednarczyk vertrat dabei die Ansicht, die Abschusszahlen sollten nicht erhöht werden und bat die Jagdgenossen sogar, seinem Wunsch mit einem entsprechenden Schreiben Nachdruck zu verleihen. Mit dem aktuellen Verbissgutachten kann er sich jedenfalls nicht anfreunden und brachte dies auch deutlich zum Ausdruck. In den vergangenen drei Jahren sei der Abschuss jedenfalls erfüllt worden, berichtete er, vor allem am Hammertiefenbach habe es zudem mehrere Wildunfälle gegeben. Sollte es Wildschäden geben, bat er, diese zu melden; man werde sich dann darum kümmern.

Rudolf Betz, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft, war zweimal bei der Erstellung des erwähnten Verbissgutachtens mit dabei und hat schon den Eindruck, "dass wir zu viel Wild haben". Mit ein Indiz dafür seien die vermehrten Wildunfälle. Jagdgenosse Robert Liegl pflichtete ihm bei: "Der Wildbestand bei uns wird als zu hoch bewertet." Er sei selbst Jäger und kenne die Problematik; er plädierte für eine Erhöhung der Abschusszahlen. Es gehe nicht darum, die Rehe auszurotten, sondern vielmehr um die Zukunftsfähigkeit des Waldes.

Da es noch keinen offiziellen Vorschlag bezüglich der Abschusszahlen gebe, könne man bei der Versammlung darüber auch nicht abstimmen, so Jagdvorsteher Betz. Letztendlich entscheide darüber der Jagdvorstand. Er erinnerte dann an die Auszahlung des Jagdpachtschillings. Rund 4000 Euro wurden nicht abgeholt, diese werden für den Wegebau verwendet. So wurde bereits der Weg vom Steinernen Herrgott zum Anwesen Bauer aufgeschottert.

An den Materialkosten beteiligt sich die Gemeinde mit 50 Prozent, wofür Betz dem Bürgermeister dankte. Da noch eine größere Summe zur Verfügung steht, sollen weitere Wege auf Vordermann gebracht werden.
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