Marco Thomas empfängt Taufe, Kommunion und Firmung auf einmal
Entscheidung für den Glauben

Bei seiner Initiation wurde Marco Thomas (Mitte) in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen und erhielt das weiße Taufkleid. Auf diesem Weg begleiteten ihn seine Paten, darunter auch Brigitte Traeger sowie Pfarrer Albert Hölzl (Zweiter von rechts). Bild: ad
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Tiefenbach
06.10.2016
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Taufe, Erstkommunion und Firmung - normalerweise dauert es 13 Jahre, bis ein katholischer Gläubiger diese drei Sakramente empfangen hat. Bei Marco Thomas reichte dafür ein Vorabendgottesdienst aus.

(ad) Die Pfarrkirche St. Vitus war Schauplatz für ein außergewöhnliches Ereignis: In einem festlichen Vorabendgottesdienst empfing Marco Thomas Taufe, Firmung und die Eucharistie. In der katholischen Kirche wird diese Feier als "Initiation" bezeichnet, es ist die Aufnahme eines Menschen in die Kirche durch den Empfang der Sakramente in einer einzigen Feier.

Paten stehen zur Seite


Zusammen mit Pfarrer Albert Hölzl war Bewerber Marco Thomas ins Gotteshaus eingezogen. Der Geistliche zitierte Hermann Hesse "In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne." Für seinen Neuanfang im Glauben stellte sich Marco Thomas der Gemeinde vor: Er ist 1990 in Naumburg an der Saale geboren und kommt aus der Pfarreiengemeinschaft Hahnbach-Ursulapoppenricht. Nach der Zeit der Vorbereitung bat er um die Eingliederung in die Kirche. Auf dem Weg zum Christsein stehen ihm die Paten Brigitte Traeger, Siegfried Stenglein und Peter Harant zur Seite.

Die Texte des Wortgottesdienstes waren auf die besondere Feier abgestimmt. Die Gläubigen hörten aus dem ersten Buch Samuel, der Apostelgeschichte und im Markus-Evangelium von Personen, die sich von Gott rufen ließen und von der Taufe. Passend dazu auch die Lieder, die Brigitte Traeger sehr einfühlsam vortrug wie "Unruhig ist unser Herz, bis es ruhet in dir o Gott". Pfarrer Albert Hölzl griff das Thema Sehnsucht in seiner Predigt auf. "Sehnsucht ist Lebenshunger" und eine kostbare Gabe der Menschen, betonte der Geistliche. "Für den religiösen Menschen ist die große Sehnsucht Gott." Sehnsucht habe immer auch mit Suchen und Finden zu tun und so stehe der Taufbewerber nach einem Weg der Entscheidungen nun hier. Der letztendliche Entschluss sei auf einer Wallfahrt nach Fatima gefallen. Pfarrer Albert Hölzl versicherte Marco Thomas, dass Gott ihn immer begleite und nie im Stich lassen werde.

Mit Chrisam gesalbt


Nach der Segnung des Weihwassers bekannte Marco Thomas seinen Glauben, anschließend wurde er am Taufbecken mit geweihtem Wasser übergossen und damit getauft. Außerdem salbte ihn Pfarrer Albert Hölzl mit Chrisam und zog ihm das weiße Kleid an. Weiter überreichte er die brennende Taufkerze. Im Anschluss legte der neue Christ auch gleich seine erste Beichte ab. Dazu zog er sich mit Pfarrer Hölzl zum Hochaltar zurück, während die Gläubigen das Lied "O Herr nimm unsere Schuld" sangen. Danach folgte die Firmung, die der Geistliche im Auftrag des Bischofs vornahm. Die Paten legten dabei ihre Hände auf die Schultern des Firmlings.

Zum ersten Mal durfte Marco Thomas nach der Gabenbereitung und der Wandlung die Kommunion empfangen. Musikalisch begleitet, trug einer der Paten einen meditativen Text vor. Zum Ende des feierlichen Festgottesdienstes dankte Pfarrer Hölzl allen Gläubigen und Mitwirkenden, besonders dem Organisten Hubert Reimer und der Sängerin Brigitte Traeger sowie allen Angehörigen und Paten. Nach dem Segen wünschte er dem Neu-Christen Marco Thomas alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg, besonders bei seinem Einsatz im Kosovo.
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