Amerikanische Nacht im Fischhofpark
Feuerwerk besänftigt Wettergötter

Ganz im Stil der amerikanischen Landbevölkerung tanzte das Paar zur Musik der "Sunny Bottom Boys" bei der "Amerikanischen Nacht" im Fischhof-Park.
Freizeit
Tirschenreuth
04.07.2016
1114
0
 
2200 Sitzplätze standen bei der "Amerikanischen Nacht" im Fischhof-Park zur Verfügung. Zusätzlich hatten die Verantwortlichen auf einer angrenzenden Wiese noch 200 Sitzgelegenheiten für die Fußballfans aufgebaut. Die waren, als um 21 Uhr der Viertelfinal-Krimi gegen Italien begann, längst besetzt. Mindestens weitere 300 Fans fieberten auf Stehplätzen mit der Deutschen Nationalmannschaft mit.

Die Indianerstämme des amerikanischen Kontinents beteten zu verschiedenen Regengöttern wenn sie Wasser schicken oder zurückhalten sollten. Am Samstag hielten anscheinend alle ihre schützende Hand über den Fischhof-Park und bescherten eine trockene "Amerikanische Nacht.

Vielleicht werteten sie das elfminütige, zur Musik getaktete, Brillant-Feuerwerk der Extraklasse, dass gegen Ende der Veranstaltung abgebrannt wurde, als überzeugende Opfergabe. Das hatte die Firma "Pyro Pro Feuerwerke" aus Plößberg und Österreich mit acht Helfern den ganzen Tag über aufgebaut.

Mit Raketen, die höher in den Himmel schießen als gewöhnlich und vielen bunten Spezialeffekten am dunklen Firmament, erntenten sie als Belohnung minutenlangen Beifall.

Den ganzen Tag über hatte es teils kräftig geregnet. Um 17 Uhr war Einlass in den ausverkauften Fischhof-Park. Kein einziger Besucher wagte sich zu der frühen Stunde aufs Gelände, weil es immer noch regnete. Als dann um 18 Uhr "Phönix" (Felix Staufer und Anton Vogl) ihr Programm mit bekannten Songs aus amerikanischem Rock und Pop zu Gehör brachte, lüftete sich die Wolkendecke und der Rest der Nacht blieb trocken. Vielleicht haben auch sie die Götter besänftigt.

100 Jahre Lions


Wenn es auch etwas frisch war für ein Sommernachtsfest, waren schnell alle Plätze eingenommen und die Fans feierten bis weit nach Mitternacht. Mit der Open-Air -Veranstaltung würdigte der Lions-Club Tirschenreuth als Veranstalter gleichzeitig "100 Jahre Lions-Bewegung weltweit". Die Tirschenreuther Line-Dance-Gruppe "Spirit of Linedance" brachten die Besucher mit amerikanischen Country Melodien tänzerisch in die richtige Stimmung. Nach ihrem Auftritt hielt es die ersten nicht mehr auf ihren Plätzen und sie taten es ihren Vortänzern zur Musik der "Sunny Bottom Boys" gleich.

Hip-Hop und Dancehall


Doc Tailor, Chris Kaempfert, José Sanches, Charly Lee Lewis und Wulf Behrend boten Country und Rock'n'Roll vom allerfeinsten und bearbeiteten ihre Instrumente insgesamt gut fünf Stunden lang. Eigentlich gönnten sie sich nur eine einzige Pause. Die nutzte der DS Dance Club aus Oberfranken, der mit zwei Hip-Hop und - Dancehall-Tanzgruppen angereist war und musikalisch und vor allem tänzerisch das gegenwärtige junge Amerika repräsentierte.

An zahlreichen Ständen verwöhnten die Macher des Sommerfestes ihre Gäste mit typisch amerikanischen deftigen Speisen und erfrischenden Getränken. Der größte Barbecue-Smoker Bayerns mit einer 10 Quadratmeter großen Grillfläche versorgte die Besucher mit Spareribs, Pulled Pork, Roastbeef, Chili Cheese Balls oder Texas Chily mit typisch amerikanischem Coleslaw.

An anderen Ständen gab es verschiedenen Burger, wie "Gringo", "Amigo", "Trapper" oder "Sancho" und Steaks in allen erdenklichen Größen. Auch auf die beliebten "Blooming Onions" oder Pankakes, Muffins, Popcorn, und Eis mussten die Besucher nicht verzichten. Eine Western-Bar, diverse Weinstände mit teils typischen amerikanischen Weinspezialitäten, Wein vom Fass und zwei Bierbars lieferten die typischen Getränke zum umfangreichen Speisenplan.

Spitzen an den Ständen


Die Lions hatten das Fest nicht nur organisiert, sondern arbeiteten auch kräftig mit. Verstärkt wurden sie von ihren Ehefrauen, die in den Ständen alle Hände voll zu tun hatten, um die Leute zu versorgen. Und da gab es diesmal regelrechte Spitzen. Nämlich immer dann, wenn sich im EM-Spiel zwischen Deutschland und Italien eine Pause ankündigte. Dann kamen viele der etwa 500 Fans, die auf einer angrenzenden Wiese die Schlacht von Bordeaux beim Publicviewing genossen, um Nachschub in fester und flüssiger Form zu holen.

___



Weitere Bilder im Internet:

www.onetz.de/Bildergalerie
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.