Offene Denkmäler im Stiftland
Eintauchen in die Vergangenheit

Der Alte Herrgott bei Altmugl (links), die ehemalige Glas-und Porzellanschleif in Kaibitz (Mitte) und die Hammermühl-Kapelle bei Falkenberg (rechts) laden zur Besichtigung ein. Bilder: as/tr/ak
Freizeit
Tirschenreuth
05.09.2016
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Der Alte Herrgott bei Altmugl (links), die ehemalige Glas-und Porzellanschleif in Kaibitz (Mitte) und die Hammermühl-Kapelle bei Falkenberg (rechts) laden zur Besichtigung ein. Bilder: as/tr/ak

Wer schon immer einmal die Rokokokapelle am Fischhof oder die Burgruine Liebenstein aus der Nähe betrachten wollte, kann sich auf ein besonderes Ereignis freuen: Am 11. September, dem Tag des offenen Denkmals, sind viele Kultureinrichtungen der Region geöffnet.

Heuer steht der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto "Gemeinsam Denkmale erhalten". Wenn jedes Jahr am zweiten Sonntag im September historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen öffnen, sind Architektur- und Geschichtsliebhaber zu Streifzügen in die Vergangenheit eingeladen - auch in unserer Region.

Erbendorf


Das Heimatmuseum zeigt von 14 bis 17 Uhr 3-D-Bilder und Animationen des Stadtarchivars Jochen Neumann zur Geschichte des Kommunbrauhauses. Über Jahrhunderte hinweg wurde hier bis 1907 Zoigl gebraut. Wenig später verschwand auch das Kommunbrauhaus. Aber im Heimat- und Bergbaumuseum lebt die Geschichte dieses Hauses am "Tag des offenen Denkmals" wieder auf.

Falkenberg


In der Hammermühle , erbaut 1787, wird seit 1964 Strom erzeugt. Davor war sie auch Sägewerk und Getreidemühle. Ihre Geschichte im Wandel der Zeiten stellt Hubert Wild den Besuchern am 11. September vor. Die nahe gelegene Hammermühl-Kapelle stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde 2010 durch den bayerischen Denkmalschutz renoviert. Geöffnet sind beide Attraktionen von 10 bis 18 Uhr, Führungen gibt es nach Bedarf.

Kemnath


Die Kunstmühle Kaibitz, erbaut 1920, wurde bis 1962 mit Wasserkraft betrieben. Besichtigen kann man sie von 14 bis 17 Uhr, Führungen gibt es um 14 und 15.30 Uhr durch Ely Eibisch. Außerdem findet eine Ausstellung zu heimischen Fischen statt, umrahmt von den Schlossbläsern Kaibitz.

Das Schreiberhaus beherbergte über Jahrzehnte den Waldecker Dorfschreiber. Dieser kümmerte sich um die Geschehnisse im Ort. Geöffnet von 14 bis 18 Uhr, Führungen stündlich durch Familie Zintl. Es gibt Kaffee und Kuchen in der renovierten Scheune mit verschiedenen Stationen zum Thema Holunder.

Neualbenreuth


Der Fachwerkhof "Zum Egerländer" ist ein 250 Jahre altes Egerländer Fachwerkhaus, das normalerweise geschlossen ist. Von 13 bis 19 Uhr findet ein Hoffest mit Blasmusik, Kaffee, Kuchen und Grillspezialitäten statt.

Die Grenzlandheimatstuben sind in einem repräsentativen Fachwerkbau untergebracht, der 1982 von der Marktgemeinde erworben und bis 1991 renoviert wurde. Heute dient die alte Posthalterei auch als Gäste-Information und als BRK-Gruppenraum. Von 13 bis 17 Uhr sind Besichtigungen möglich.

Der Egerländer Sengerhof , erbaut 1733, saniert von 2004 bis 2007, wird als Doku-Zentrum von Neualbenreuth genutzt, auch um auf die früher jährlich wechselnde Zugehörigkeit zu Bayern und zu Böhmen hinzuweisen. Von 13 bis 17 Uhr werden die Hofgeschichte und historisches Handwerk präsentiert.

Plößberg


Die Burgruine Liebenstein , erstmals 1125 benannt, wurde 1298 an das Kloster Waldsassen verkauft, danach diente sie als Sitz des klösterlichen Richteramts. Nach 1634 ließ sich allerdings kein Bewohner mehr finden und die Burg wurde dem Verfall überlassen. Die Ruine ist von 13 bis 18 Uhr zugänglich, Karl Gehret bietet Führungen nach Bedarf an.

Pullenreuth


Das ehemalige Glasschleif- und Polierwerk des 18. Jahrhunderts ist teilweise als Ruine erhalten. 1906 wurde der Betrieb aufgegeben, 2011 wieder eröffnet.

Das Werk gilt als Anlaufstelle für Besucher der umliegenden Naturparks. Führungen von 14 bis 17 Uhr mit Claudia Schneider. Außerdem kann man das traditionelle Schleifen und Polieren selbst üben.

Die Granitbogenbrücke im Fischhofpark wurde im 18. Jahrhundert von Philipp Muttone erbaut. 1715 entstand im Gebäude dahinter die Fischhofkapelle in Form eines Rundturms. Führungen mit Thomas Sporrer und Gabriele Saller beginnen um 11, 14 und 16 Uhr. Es wird auch die Veränderung des Fischhof-Areals anlässlich der Gartenschau anhand eines Bilder-Zyklus gezeigt.

Waldeck


Die Burg ist 1124 erstmals erwähnt und war bis 1698 Landrichtersitz. Seit Jahren werden Mauerreste freigelegt und restauriert. Die Ruine ist ganztags zugänglich, eine Führung findet um 14 Uhr durch Christian Bothner und Franz Horn statt.

Waldsassen


1698 wurden unter Abt Albert Hausner die vier Meter hohen, bebilderten Rosenkranzstationen errichtet. Die Generalsanierung erfolgte 2007 und 2008 durch den Gerwig-Kreis Waldsassen. Beginn der Führung mit Manfred Brunner und Robert Treml. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Station an der Egerer Straße.

Wondreb


An einer Wegkreuzung im Wald zwischen Wondreb und Altmugl gelegen, soll die Kapelle Alter Herrgott aus dem 17. Jahrhundert 1676 durch einen Leutnant nach einem Gelübde erbaut worden sein. Sie ist ganztägig geöffnet. Führungen von 13 bis 16 Uhr mit Helmut Thoma und Erhard Hamann. Jeder Besucher bekommt eine Tanne.

Die Totentanzkapelle ist ganztägig zu besichtigen. Führungen um 14 und 16 Uhr mit Stefanie Scharnagl.
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