Spanien punktet bei Urlaubern

Claudia Rehmann-Lang sucht im Reisebüro Schmetterling die besten Angebote für ihre Kunden heraus. Bild: pbls
Freizeit
Tirschenreuth
11.03.2016
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Aktuelle Krisen und Gefahren reden bei der Urlaubsplanung der Deutschen ein Wörtchen mit. Auch in der Region steigt etwa Spanien in der Gunst der Erholungssuchenden.

5,5 Millionen Gäste aus Deutschland reisten im vergangenen Jahr in die Türkei, die damit eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen war. Damit ist es nach dem Terroranschlag in Istanbul vorbei. Viele Veranstalter bieten nach Reisewarnungen kostenlos Umbuchungen an. Auf den Urlaub verzichten muss man jedoch nicht.

Reisebüros im Landkreis schildern die aktuelle Situation. Die Türkei, Tunesien oder Ägypten sind nicht ganz aus den Urlaubsplanungen der Bürger verschwunden. Gerade die günstigen Preise sorgen für Nachfrage. Von der Menge her werde dieses Jahr normal gebucht, beschreibt Claudia Rehmann-Lang vom Reisebüro Schmetterling in Tirschenreuth die Situation. Bei der Auswahl der Urlaubsziele kann Claudia Rehmann-Lang auf eigene Erfahrungen verweisen. Sie selbst war vor ein paar Wochen in Ägypten. Die Sicherheitslage sei vorbildlich gewesen. Und trotzdem erklärt sie: "Bevorzugt werden momentan Spanien, Italien und Frankreich." An der Nachfrage gemessen liege Sardinien sehr weit vorn, aber auch Mallorca, die Kanaren oder Portugal seien bei den Urlaubern beliebt. Griechenland, die Türkei oder Ägypten seien jedoch wesentlich günstiger. Bei einer Reisewarnung läge es am Veranstalter, zu reagieren.

Kroatien und Italien


Werner Senf, Inhaber des TUI-Reisebüros in Tirschenreuth, registriert, dass jetzt wieder verstärkt die kritischeren Länder wie die Türkei oder Ägypten gebucht würden, hier gebe es auch die günstigsten Preise. Die teuersten Ziele seien Spanien und die Kanaren, er bucht für seine Kunden in letzter Zeit aber auch in Kroatien und Italien - und dort vermehrt Ferienwohnungen. Im Reisebüro Stowasser in Waldsassen wird bei der Tendenz der Buchungen kaum eine Veränderung gemeldet. Die Türkei sei nicht mehr so beliebt, falle aber nicht komplett weg, schildert Mitarbeiterin Janine Kastner die Lage.

Beliebt seien Griechenland und Spanien. Sie selbst war im Oktober auf Kos und beschreibt die Flüchtlingssituation so: "In den Urlaubsgebieten selbst kriegt man überhaupt nichts davon mit." An bestimmten Häfen in Griechenland sei es anders. Außerdem werde nicht mehr so viel in arabische Länder gereist.

Anhand der Länder könne man nicht sagen, wo die besten Schnäppchen möglich sind. Spanien sei dieses Jahr sehr teuer, Griechenland angemessen. In den Ferien seien die Preise überall hoch. "Am günstigsten", wusste Janine Kastner, "ist der Urlaub nach Pfingsten".
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